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Nach Olympiasilber im Skicross Smith darf endlich mit der ganzen Familie feiern

Eine harzige Vorbereitung, ein Kurs, der ihr nicht liegt – und dennoch rast Skicrosserin Fanny Smith zu Olympiasilber.

Fanny Smith holte mit Silber in Livigno bereits die 3. Olympiamedaille ihrer Karriere. Etwas war an dem diesjährigen Triumph aber besonders: «Meine ganze Familie ist da, und auch Freunde aus der ganzen Welt sind extra angereist», sagte die überglückliche Waadtländerin im Gespräch mit SRF-Moderator Jeff Baltermia. Diesen Support hatte sie bei ihren vorherigen Olympia-Triumphen 2018 in Pyeongchang und vor vier Jahren in Peking noch nicht gehabt.

Nach dem grossen Final der Skicrosserinnen hatte Smith wie folgt resümiert: «Es war ein sehr enges Rennen. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, aber ich habe mir gedacht: einfach alles geben.» Damit traf sie den Nagel auf den Kopf.

Tatsächlich war es ein Rennen auf Messers Schneide, bei dem am Ende die Deutsche Daniela Maier vor Smith und der Schwedin Sandra Näslund die Nase vorne hatte.

Dass sich Smith heuer über die bereits dritte Olympiamedaille freuen kann, ist alles andere als selbstverständlich. Die Vorbereitung auf die Saison musste sie anpassen, nachdem sie sich im Sommer eine Rückenverletzung zugezogen hatte. «Ich konnte nicht trainieren, wie ich wollte», blickte die Waadtländerin zurück. «Im letzten Winter war ich fitter.»

Der Rücken hält

Auch im Vorfeld von Olympia machten Smith Rückenbeschwerden zu schaffen; Ende Januar liess sie deswegen die Weltcuprennen in Veysonnaz und im Val di Fassa – notabene die Generalprobe für Milano Cortina 2026 – sausen.

Doch Smith biss auf die Zähne und bündelte ihre Kräfte für den grossen Moment in Livigno perfekt. Nach dem grossen Final gab die Romande dann aber unverhohlen zu: «Meine Beine sind jetzt kaputt.»

Die Einstellung passt

Die Fitness war für Smith aber nicht der einzige Stolperstein auf dem Weg zu Olympiasilber: Die Strecke war alles andere als auf die Schweizerin zugeschnitten. «Wenn ich den Leuten sage: ‹Ich hasse diesen Kurs, er ist zu einfach und langweilig› hilft das nicht. Am Ende muss ich trotzdem fahren.»

Deswegen habe sie sich gesagt: «Das ist meine Strecke, das wird mein Tag.» Gesagt, getan.

SRF zwei, Milano Cortina 2026 live, 20.02.2026, 10:00 Uhr ; 

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