Mit dem 1:0-Erfolg im Viertelfinal über Finnland ist die Eishockey-Nati der Frauen bei Milano Cortina 2026 der Olympiamedaille einen Schritt näher gekommen. Es wäre die zweite für die Schweizerinnen nach Bronze 2014 in Sotschi. Wie vor 12 Jahren wartet auf die Nati im Halbfinal die grösstmögliche Aufgabe: Rekord-Olympiasieger Kanada.
Brändli wohl gegen Kanada im Tor
Im 2. Gruppenspiel am 7. Februar hatten sich die Schweizerinnen gegen die Kanadierinnen achtbar geschlagen und «nur» mit 0:4 verloren. Saskia Maurer, die die erkrankte Stammtorhüterin Andrea Brändli ersetzte, konnte in den 60 Minuten satte 51 Schüsse abwehren. Erst in der 28. Minute musste die 24-Jährige erstmals hinter sich greifen, die letzten 3 Tore fielen zwischen der 45. und 57. Minute.
Trotz dieser überzeugenden Goalie-Leistung wird beim Wiedersehen im Halbfinal sehr wahrscheinlich Brändli das Tor hüten. Die 28-jährige Zürcherin hat sich von ihrer Norovirus-Infektion komplett erholt und überzeugte im 3. Gruppenspiel gegen die USA bei 45 abgewehrten Abschlüssen (0:5) sowie insbesondere im Viertelfinal gegen Finnland: Mit 40 Paraden und einem Shutout verhalf sie der Schweiz zum Halbfinal-Einzug.
Gleiches Szenario wie 2014?
Gegen Kanada sind die Schweizerinnen auch im Halbfinal selbstredend klare Aussenseiterinnen. Alles andere als eine Niederlage nach 60 Minuten wäre eine grosse Sensation – zu stark und abgezockt sind die fünffachen Olympiasiegerinnen aus dem Mutterland des Eishockeys.
Dann könnte sich das Szenario von 2014 in Sotschi wiederholen: Damals setzten sich die Schweizerinnen nach der Halbfinal-Niederlage gegen Kanada im Spiel um Platz 3 gegen Schweden durch.
Auch 2026 dürfte die Nati im Bronzespiel auf Schweden treffen. Die Skandinavierinnen messen sich in ihrem ersten Olympia-Halbfinal seit 2014 – und wie schon damals – mit den USA. Die Amerikanerinnen gelten neben Kanada als die grossen Favoritinnen auf Olympiagold.