Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Olympia: Eishockey Männer Kukan trifft ins Glück: Kämpferische Nati ringt Tschechien nieder

  • Die Eishockey-Nati setzt sich im letzten Olympia-Gruppenspiel in Mailand gegen Tschechien mit 4:3 nach Verlängerung durch.
  • In einer hart umkämpften Partie gelingt Dean Kukan nach 61:49 Minuten der goldene Treffer.
  • Dank dem Sieg beendet die Schweiz die Gruppenphase auf Rang 2 und verbessert so die Ausgangslage.

Was für eine Erlösung: Nach 1:49 Minuten in der Verlängerung gelang Dean Kukan gegen Tschechien das siegbringende 4:3. Sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen der Mailänder Arena jubelten die Schweizer euphorisch. Der ZSC-Verteidiger hatte den Puck tief in der eigenen Zone übernommen, lief über das ganze Eisfeld und bezwang Torhüter Lukas Dostal mit einem Handgelenkschuss in die nahe hohe Ecke.

Es war der verdiente Lohn für eine Eishockey-Nati, die eine kämpferisch tadellose Leistung zeigte und auf Rückschläge immer wieder zu reagieren vermochte – dies trotz der gewichtigen Ausfälle von Kevin Fiala, Denis Malgin und Andrea Glauser.

Necas gelingt spätes 3:3

Auch ein Sieg nach 60 Minuten wäre für Patrick Fischers Team möglich gewesen: Erst 2:06 Minuten vor der Schlusssirene war Tschechien mit dem Mut der Verzweiflung das 3:3 gelungen. Kurz nach Ablauf einer Überzahlsituation fand Filip Hronek mit einem Querpass Martin Necas, der per sattem One-Timer zum umjubelten Ausgleich traf – eine starke Co-Produktion zweier NHL-Stars.

Es war der abermalige Ausgleich der hartnäckigen Tschechen. Bereits in der 47. Minute hatte Radim Simek mit dem 2:2 sein Team wieder ins Spiel zurückgebracht – ein vermeidbares Tor, das wenige Sekunden später auf eine Unsicherheit von Goalie Leonardo Genoni folgte.

Die Reaktion der Schweiz kam jedoch nur 94 Sekunden später. Statt die Situation vor dem eigenen Gehäuse zu bereinigen, spielte Verteidiger Tomas Kundratek den Puck direkt auf die Schaufel von Pius Suter, der mühelos mit seinem 2. Turniertreffer das 3:2 erzielte.

Nati dreht die Partie

Es war für die Nati die 2. Führung in diesem umkämpften Duell. Wenige Minuten vor Ende des 2. Drittels hatte die Schweiz noch mit 0:1 zurückgelegen. Beinahe sogar mit 0:2: Ein Abschluss von Superstar David Pastrnak fand den Weg aber statt ins nur übers Tor. Kurz darauf gelang den Schweizern ein Doppelschlag innert 1:44 Minuten.

  • 37. Minute: Captain Roman Josi übernimmt die Scheibe in der Spielfeldmitte und zieht in der tschechischen Zone nach aussen. Backhand und via Schlittschuh von Radko Gudas gelingt dem Nashville-Star das lang ersehnte 1. Schweizer Tor zum 1:1.
  • 39. Minute: Die Nati erzielt im 3. Powerplay des Spiels den 1. Treffer. Josi zwingt Goalie Dostal zu einem Abpraller, Timo Meier steht goldrichtig und verwertet zum 2:1.

Tschechien schiesst das 1. Tor

Die erstmalige Führung war nicht unverdient. Schon der Start in die Partie war den Schweizern sehr gut gelungen. Trotz viel Druck und einigen guten Möglichkeiten waren es aber die Tschechen, die das erste Tor erzielt hatten.

Filip Chlapik brachte sein Team in der 16. Minute nach einer 2-gegen-1-Situation mit 1:0 in Front. Janis Moser hatte zuvor an der Bande den Puck verpasst, woraufhin Necas loszog und seinen Sturmpartner mit einem Querpass ideal bediente.

So geht's weiter

Als Nummer 5 oder 6 der Vorrunde treffen die Schweizer in den Playoffs am Dienstag entweder auf Italien, Frankreich oder Dänemark. Und in den Viertelfinals geht die Nati den Topteams Kanada und USA aus dem Weg.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 15.02.2026, 12:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel