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Olympia: Playoffs vs. Italien Der Gastgeber soll(te) für die Nati nicht zum Stolperstein werden

Die Eishockey-Nati spielt am Dienstagmittag gegen Italien um den Einzug in den Olympia-Viertelfinal – die Ausgangslage ist klar.

Dank Dean Kukans Handgelenkschuss hat die Eishockey-Nati im letzten Gruppenspiel bei Milano Cortina 2026 am Sonntag Tschechien mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen – ein emotionaler und wichtiger Kraftakt in der Reprise des WM-Finals von 2024.

Dank diesem Erfolg sicherte sich Patrick Fischers Mannschaft in der Setzliste nach der Gruppenphase den 5. Rang und verschaffte sich so eine gute Ausgangslage. Hätte die Schweiz das Duell mit Tschechien verloren, wäre sie auf der Setzliste auf Rang 8 gelandet – und hätte es in den Playoffs mit Dänemark und in einem allfälligen Viertelfinal mit Kanada zu tun bekommen.

Stattdessen wartet auf Roman Josi, Nico Hischier & Co. am Dienstag Italien, das am schlechtesten klassierte Team in der Setzliste. Der Gastgeber beendete die Gruppenphase auf dem abgeschlagenen letzten Tabellenrang. Alles andere als ein Schweizer Sieg gegen den neben Frankreich klarsten Aussenseiter wäre eine grosse Überraschung.

Viel beschäftigte italienische Torhüter

Allerdings zeigte das Team des finnischen Trainers Jukka Jalonen, Olympiasieger 2022 mit Finnland, in den ersten beiden Spielen, dass sie ein nominell besseres Team in die Bredouille bringen können. Sowohl gegen Schweden (2:5) als auch gegen die Slowakei (2:3) hielten die Italiener bis zum Schluss mit. Erst im letzten Gruppenspiel gegen Finnland, dem möglichen Schweizer Viertelfinal-Gegner, unterlagen sie gleich mit 0:11.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Playoff-Duell zwischen der Schweiz und Italien am Dienstag ab 12:05 Uhr live auf SRF zwei.

Spannend ist der Umstand, dass in allen 3 Spielen 2 Torhüter zum Einsatz kamen. In Spiel 1 und 3 begann Damian Clara, in Spiel 2 startete Davide Fadani – beide wurden für den jeweils anderen ausgewechselt. Sie teilten sich eine Mammutaufgabe: In den 3 Partien kamen 160 (!) Pucks auf ihr Gehäuse geflogen.

6 Italiener in der Schweiz unter Vertrag

Für den in Mailand geborenen Fadani wird das Duell mit der Schweiz im Milano Ice Park eine besondere Partie. Seit 2015 spielt der 25-Jährige in der Schweiz. Von Lugano via Ambri-Piotta führte sein Weg im letzten Sommer nach Kloten. Dort hat Fadani mit einer Fangquote von über 92 Prozent in 24 Spielen bislang überzeugt.

Ob er gegen die Schweiz beginnen darf, ist noch unklar. Die Statistik spricht eher für Clara, und Argumente sammeln konnte Fadani zuletzt auch nicht. Nach seiner Einwechslung zu Beginn des Schlussdrittels gegen Finnland liess er von 24 Torschüssen deren 5 rein.

Eishockeytorwart der italienischen Mannschaft spuckt Wasser während des Spiels.
Legende: Erlebte gegen Finnland 20 Minuten zum Vergessen Italiens Goalie Davide Fadani. Keystone/EPA/FAZRY ISMAIL

Fadani ist nicht der einzige Akteur im Italien-Kader, der in der Schweiz spielt. Mit dabei sind auch Ambris Diego Kostner und Tommaso De Luca, Luganos Marco Zanetti und Giovanni Morini sowie ZSC-Stürmer Alessandro Segafredo. Letzterer wird auf einige Teamkollegen treffen – nicht aber auf Denis Malgin. «Ich kenne seine Verletzung, sehr schmerzhaft. Für ihn wird es noch nicht reichen», erklärt Fischer.

Bezwingen die Schweizer die Italiener, dann treffen sie am Mittwoch im Viertelfinal auf Finnland (18:10 Uhr, live bei SRF). Auch diese Partie wird in der kleineren Arena, im 6500 Fans fassenden Milano Ice Park, ausgetragen.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 16.02.2026, 12:00 Uhr ; 

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