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Olympia: Stimmen zum Slalom Rast: «Mikaela hat es gemacht – ich muss das noch lernen»

Camille Rast verhindert, dass die Schweizer Frauen ohne Medaille nach Hause gehen. Ihr Silber «schenkt» sie ihrem Trainer.

Klar, Mikaela Shiffrin fuhr im Olympia-Slalom in einer eigenen Liga. Doch dahinter sorgte mit Camille Rast eine Schweizerin für die Musik. Und trotzte so ihrer eigenen Kritik an der «zu einfachen» Piste.

«Durch meine Aussagen hatte ich mehr Druck, da ich jetzt umso mehr etwas leisten musste. Ich hatte keine andere Möglichkeit, als All-in zu gehen, das ist aufgegangen. Ich bin zufrieden», sagte die überglückliche Walliserin nach ihrem Silber-Triumph.

Im SRF-Studiogespräch am Abend führte Rast die Pistenproblematik noch etwas aus: «Sie ist sehr flach – und wenn du einen Fehler machst, ist es schwierig, wieder Geschwindigkeit aufzubauen. Das hat Mikaela gemacht, sie kann das sehr gut. Ich muss das noch lernen.»

Nicht mehr lernen wird sie dies unter ihrem langjährigen Trainer Denis Wicki. «Heute war mein letztes Rennen mit ihm, er wird pensioniert.» Mit einer Medaille, die verhinderte, dass das Schweizer Frauenteam erstmals seit 16 Jahren ohne alpine Olympiamedaille blieb, fällt der Abschied leichter. «Es ist ein schönes Geschenk für ihn.»

Holdener kämpft mit den Tränen

Der einen Freud ist der anderen Leid. In diesem Fall musste Wendy Holdener mit dem undankbaren 4. Rang vorlieb nehmen. Am Ende fehlten der Schwyzerin 22 Hundertstel aufs Podest. Im Vorfeld hatte Holdener auf den Start im Riesenslalom verzichtet, um sich voll und ganz auf den Slalom vorbereiten zu können.

«Ich hatte grosse Ziele und habe über Jahre hinweg auf diese hingearbeitet», zog Holdener nach ihrem «Lederrang» ein erstes Fazit. Und sie kämpfte mit den Tränen. «Es ist nicht ganz aufgegangen, ich habe vor allem im 1. Lauf zu wenig Gas gegeben.»

Mit dem 7. Platz sorgte Mélanie Meillard für ihre Saisonbestleistung. «Für mich war es wichtig, hier zu sein», sagte die Olympia-Debütantin, die nun mit einem Diplom nach Hause reist. Diesen Schwung möchte die Walliserin nun in die nächsten Weltcup-Rennen mitnehmen. Etwas, was sich Rast und Holdener wohl auch vornehmen.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, Sportlive, 18.02.2026, 13:30 Uhr ; 

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