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Olympiabronze für Bobteam Vogt Horror in der Leaderbox nach einer Fahrt, die einfach «Perle» war

Milano Cortina 2026 endet für Michael Vogt & Co. hocherfreulich. Nach einer fast perfekten Fahrt musste aber noch gezittert werden.

Was für ein Freudentag für das Schweizer Bob-Team um Michael Vogt zum Abschluss der Olympischen Winterspiele. In der Vierer-Konkurrenz rasten Vogt, Amadou Ndiaye, Mario Aeberhard und Andreas Haas bei Milano Cortina 2026 von Zwischenrang 4 nach 3 Läufen noch auf den Bronzeplatz.

Fast etwas ungläubig lagen sie sich in den Armen, als der Deutsche Adam Ammour ins Ziel einfuhr – mit 4 Hundertsteln Rückstand auf das Schweizer Quartett. «Diese Minuten in der Leaderbox waren der Horror», sagte Haas wenig später. Vogt pflichtete bei: «Es war kaum auszuhalten. Bis zur letzten Zwischenzeit haben wir ja eigentlich nicht gewusst, ob es reichen würde.»

Eine Zitterpartie führt zu Bronze

Doch das tat es. Mitentscheidend war der Start. «Die Jungs haben nochmals alles rausgehauen», sagte Vogt treffend. Einzig die beiden deutschen Piloten Johannes Lochner und Francesco Friedrich waren in der Endabrechnung schneller. Sie distanzierten die Schweiz um eine respektive eine halbe Sekunde.

Vogt, Haas, Ndiaye und Aeberhard dürfte das völlig egal gewesen sein. Denn bereits vor den Olympischen Spielen war klar: Edelmetall zu holen, würde eine schwierige Aufgabe werden. So gingen in dieser Saison 18 von 21 möglichen Podestplätzen im Vierer an Deutschland. Einzig in St. Moritz stand Vogt in dieser Saison auf dem Podest. Dort sicherte er sich EM-Bronze.

Dennoch sagte der 28-Jährige nach dem Wettkampf im Zweierbob, in dem er 5 Tage zuvor den 6. Platz belegt hatte: «Ich wollte eine Medaille.» Nun ging dieser Traum am letzten Olympia-Tag doch noch in Erfüllung. Während Vogt mit der Medaille um den Hals von einer «echten Zitterpartie» sprach, zeigte sich Ndiaye deutlich ausgelassener.

«Ich war schon im Schlitten mega happy»

«Irgendwie hatte ich es im Gefühl. Ich war schon im Schlitten mega happy, die Fahrt war einfach ‹Perle›», so der 23-jährige Anschieber. Haas stimmte zu: «Als wir im Bob drin waren, wusste ich, dass Michi nur noch einigermassen gut fahren muss und es dann reichen könnte.»

«Einigermassen gut» fuhr Vogt dann auch. Zwar hatte er gleich zu Beginn einen Schlag in seiner Fahrt, danach lieferte er aber souverän ab und zeigte, dass er auch im Kopf bereit war für die Herausforderung. Die zweitbeste Laufzeit lieferte das Schweizer Quartett im 4. Durchgang – als sie alle davon erfuhren, wirkten sie dann doch etwas überrascht.

Weitere Stimmen aus den Teams Schweiz 2 und 3

srf.ch/sport, Milano Cortina live, 22.02.2026, 09:45 Uhr ; 

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