- Die Eishockey-Nati der Frauen erleidet in Mailand im 3. Olympia-Gruppenspiel die 2. Niederlage.
- 2 Tage nach dem 0:4 gegen Kanada verlieren die Schweizerinnen gegen die ebenfalls hochfavorisierten USA mit 0:5.
- Am Dienstagabend trifft die Nati zum Hauptrunden-Abschluss noch auf das punktlose Finnland.
Wie schon am Samstag gegen Kanada war die Eishockey-Nati der Frauen auch am Montag gegen die USA krasse Aussenseiterin. Doch auch gegen die 2-fachen Olympiasiegerinnen hielten die Schweizerinnen während 2 Dritteln gut mit, ehe im Schlussabschnitt die Kräfte nachliessen. Am Ende resultierte für Colin Mullers Team in Mailand eine 0:5-Pleite.
Brändli nach Erkrankung zurück
Die Spiele gegen die Top-Teams Kanada und USA ähnelten sich insofern, als dass die Schweiz nach 40 Minuten jeweils nur knapp in Rückstand gelegen hatte – trotz einem einseitigen Torschussverhältnis. Gegen die Kanadierinnen hatte Saskia Maurer bis zur 2. Pause nur einen Treffer kassiert. Gegen die Amerikanerinnen musste Andrea Brändli lediglich 2 Mal hinter sich greifen.
Für die 28-jährige Stammtorhüterin war es nach einer Norovirus-Erkrankung der erste Einsatz an diesen Olympischen Winterspielen. Brändli konnte sich gegen die offensivstarken US-Frauen wenig überraschend mehrfach auszeichnen. Die Torfrau von Frölunda hielt bis zur Schlusssirene 45 von 50 Schüssen.
Rückstand nach 6 Minuten
Ein erstes Mal war Brändli nach etwas mehr als 6 Minuten bezwungen worden. Mit dem 6. Schuss aufs Schweizer Gehäuse brachte Haley Winn die USA mit 1:0 in Front. Nach einem Pass von Caroline Harvey musste sie zentral vor Brändli nur noch den Stock hinhalten.
Der 2. Treffer folgte erst knapp 6 Minuten vor der 2. Drittelspause. US-Stürmerin Joy Dunne eroberte sich hinter dem Tor von Shannon Sigrist die Scheibe und spielte sie vors Tor. Dort lenkte Stefanie Wetli den Puck unglücklich ins eigene Tor (35.).
Fischer unter den Zuschauenden
Vor den Augen von Männer-Nati-Coach Patrick Fischer wurden die Schweizerinnen insbesondere in Überzahl gefährlich. Trotz vielversprechenden Möglichkeiten – Rahel Enzler war in der 13. Minute mit einem Direktversuch gescheitert – konnten sie die beiden Powerplay-Situationen jedoch nicht zu einem Ehrentreffer nutzen.
Nur 77 Sekunden nach Beginn des 3. Drittels folgte mit dem 3:0 durch Hannah Bilka quasi die Vorentscheidung. Nach einer erfolgreichen Coach's Challenge von Muller (43.) legten die Amerikanerinnen innert 52 Sekunden noch 2 weitere Treffer zum 5:0-Erfolg nach.
So geht's weiter
Bereits am Dienstagabend sind die Schweizerinnen wieder gefordert. Im letzten Gruppenspiel geht es ab 21:10 Uhr gegen Finnland. In der Gruppe A erreichen alle Teams die Viertelfinals. Die Platzierung ist insofern wichtig, um in der K.o.-Phase nicht gleich auf eine Top-Nation zu treffen.