- Jacqueline Wiles fährt im 1. Training zur Olympia-Abfahrt der Frauen in Cortina die Bestzeit.
- Teamkollegin Lindsey Vonn besteht den Belastungstest, die Schweizerinnen verlieren viel Zeit.
- Die Männer nehmen es im 3. Training in Bormio nur teilweise ernst.
Der Aufgalopp zur olympischen Frauen-Abfahrt vom Sonntag gestaltet sich mühsam. Nachdem das 1. Training vom Donnerstag wegen grosser Schneemengen ganz abgesagt worden war, sorgten am Freitag Nebelbänke auf der «Tofana» für einen langen Unterbruch.
Die Trainingsresultate sind nur bedingt aussagekräftig. Zahlreiche Fahrerinnen verpassten ein Tor oder gar mehrere, einige verliessen im unteren Streckenteil die Hocke-Position. Die klare Bestzeit fuhr Jacqueline Wiles (USA). Die Podestfahrerin von Zauchensee nahm dem österreichischen Duo Nina Ortlieb/Ariane Rädler über eine Sekunde ab.
Vonn erreicht Ziel souverän
Ein erfolgreiches Training war es für Lindsey Vonn. Die Amerikanerin, die mit gerissenem Kreuzband antritt, fuhr einige schöne Kurven und lag bis zur letzten Zwischenzeit nur zwei Zehntel hinter ihrer Landsfrau, ehe sie noch über eine Sekunde einbüsste.
Wenig Erfreuliches gibt es aus dem Schweizer Lager zu berichten. Corinne Suter und Jasmine Flury bekundeten in einer Rechtskurve im 3. Sektor grosse Mühe; beste Swiss-Ski-Vertreterin war letztlich Malorie Blanc (+2,47 Sekunden).
Verschneider bei von Allmen
Bei den Männern liessen sich die Top-Athleten beim 3. und letzten Training vor der grossen Abfahrt vom Samstag nicht in die Karten blicken. Die deutliche Bestzeit in Bormio stellte James Crawford auf. Der Kanadier zog seine Fahrt als Einziger einigermassen durch und distanzierte Daniel Hemetsberger (AUT) auf Rang 2 um satte 1,68 Sekunden.
Aus Schweizer Sicht erlebte Franjo von Allmen bei einem Verschneider eine kurze Schrecksekunde. Der Berner Oberländer beendete das Training mit fast 3 Sekunden Rückstand auf Rang 7. Auch Marco Odermatt konnte einen Sturz nur knapp verhindern und nahm in der Folge deutlich Tempo raus. 4,19 Sekunden Rückstand bedeuteten Position 11.
Alexis Monney schwang nach einem ansprechenden Start bei Rennhälfte hingegen einfach ab und beendete seinen Material-Test. 17 der ersten 30 Athleten auf der Startliste verzichteten gar komplett auf die 3. Übungsfahrt – darunter auch Stefan Rogentin und der nicht fürs Rennen selektionierte Niels Hintermann.