- Marianne Fatton gewinnt bei der olympischen Premiere von Ski Mountaineering im Sprint Gold.
- Mit Caroline Ulrich bleibt die 2. Schweizerin in Bormio im Halbfinal hängen.
- Bei den Männern verpassen Arno Lietha (4.) und Jon Kistler (6.) die Medaillen knapp.
- Den zweiten und letzten Auftritt 2026 hat das Ski Mountaineering am Samstag mit der Mixed-Staffel.
Die Wechsel machten am Ende den Unterschied: Marianne Fatton packte ihre Ski erst im Eilzugtempo auf den Rücken und später wieder an die Füsse. Da konnte auch die langjährige Weltnummer 1 Emily Harrop nicht mithalten. Mit grossem Vorsprung ging Fatton in die Schluss-Abfahrt und fuhr überlegen zum ersten Olympiagold in der Geschichte des Ski Mountaineerings. Der Sport ist erstmals olympisch.
Die Französin Harrop distanzierte Fatton am Ende um 2,38 Sekunden. Bronze ging an die Spanierin Ana Alonso Rodriguez (+10,45 s).
Fatton hatte ihre Anwartschaft auf olympisches Edelmetall schon bei ihren ersten 2 Auftritten angedeutet. Den Vorlauf gewann die Neuenburgerin, im Halbfinal musste sie sich in dichtestem Schneetreiben auf der im Schlussteil der alpinen Weltcup-Strecke Stelvio aufgebauten Piste einzig Harrop geschlagen geben.
Nr. 13 aus Schweizer Sicht
Caroline Ulrich, die 2. Schweizer Teilnehmerin, kam in ihrem Halbfinal nicht über Platz 4 hinaus und konnte sich auch über die Zeit nicht für den Final der Top 6 qualifizieren. Ihren Vorlauf hatte die 23-jährige Waadtländerin als Dritte knapp überstanden.
So geht es weiter
Für die Schweiz ist Fattons Gold die 13. Medaille in Milano Cortina. Den zweiten und zugleich letzten Auftritt bei Milano Cortina 2026 haben die Athletinnen und Athleten des Ski Mountaineerings am Samstag. Ab 13:30 Uhr messen sich die Besten in der Mixed-Staffel (live bei SRF).
Bei den aktuellen Winterspielen ist «Skimo» als Zusatzsportart eingestuft. Ob es auch vier Jahre später in den französischen Alpen im Programm stehen wird, entscheidet sich nach den Eindrücken von Bormio.