«Gut, dass Frankreich gewonnen hat» – wie bitte? Es waren die Worte von Sprint-Olympiasiegerin Marianne Fatton nach ihrem zweiten Streich in Bormio, wo sie souverän an der Seite von Jon Kistler Silber geholt hatte. Was die Waadtländerin augenzwinkernd damit meint: Die Zukunft des «Skimo» an Olympia ist noch offen. Ob es 2030 wieder im Programm steht, wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) erst im Nachgang der aktuellen Spiele entscheiden. Und in vier Jahren finden die Winterspiele wo statt? Genau: in Frankreich.
Nur zwei Tage nach ihrem Goldtriumph musste Fatton wieder pünktlich im Rennmodus sein. «Für mich war es schwierig, nach diesem grossen Tag fokussiert zu bleiben und ich hatte Angst, dass ich nicht so stark auftreten werde.» Dass es sich um einen Teamevent handelte, spielte ihr in die Karten: «Ich wollte für Jon ein gutes Rennen machen, er war so stark im Sprint und hätte auch eine Medaille verdient gehabt. Deswegen finde ich es so schön für ihn, dass es doch noch geklappt hat.»
Kistler bleibt positiv – und will jetzt feiern
Der Zürcher kam bei der Siegerehrung nicht aus dem Strahlen heraus, führte später aus: «Ich habe die Revanche gesucht. Es hat natürlich geholfen, dass ich mit der Olympiasiegerin antreten konnte. Ich war extrem motiviert für das heutige Rennen.»
Zu der ungewissen Zukunft des Sports auf olympischem Parkett fügte Kistler an: «Wir haben eine coole Show abgeliefert. Ich hoffe, dass es im Programm bleibt oder sogar noch grösser wird. Wir gehen mit einem positiven Mindset voran.» Doch erstmal gelte der Fokus den Feierlichkeiten. «Nur feiern und geniessen», resümierte Kistler mit einem Lachen.