- Marianne Fatton und Jon Kistler gewinnen in der Mixed Staffel des Ski Mountaineerings Silber.
- Gold geht in Bormio an das französische Duo, Spanien erzittert sich Bronze.
- Bei der olympischen Premiere von «Skimo» hat Fatton bereits im Sprint Einzelgold geholt.
Auf ihrer zweiten von zwei Ablösungen machte Marianne Fatton das Goldrennen plötzlich nochmals spannend. Die Sprint-Olympiasiegerin vom Donnerstag hatte nach dem ersten Aufstieg satte 27 Sekunden Rückstand auf Frankreich und Emily Harrop. Auch wegen eines Stolperers der Sprint-Zweiten Harrop übergab Fatton kurz darauf mit nur noch einer Sekunde Rückstand ihrem Partner Jon Kistler.
Dieser konnte auf dem letzten Abschnitt dann nicht ganz mit Thibault Anselmet mithalten, lief und fuhr hinter dem Goldgewinner aber souverän zu Silber. 12 Sekunden fehlten am Ende zum Olympiasieg. Für Kistler, der im Sprint-Final der Männer nach mehreren schwachen Wechseln nur Sechster geworden war, ist es bei der olympischen Premiere von Ski Mountaineering die erste Medaille.
Spanien-Patzer nur bedingt bestraft
Bronze ging nach etwas Bibbern an Spanien. Ana Alonso Rodriguez hatte nämlich kurz vor ihrer zweiten Übergabe die Felle nicht in dem dafür vorgesehenen Abschnitt wieder an die Ski montiert. Sprint-Olympiasieger Oriol Cardona Coll erreichte danach 15 Sekunden hinter der Schweiz Platz 3. Weil das Malheur von Alonso Rodriguez nur mit einer 3-Sekunden-Strafe (anstatt einer ebenfalls möglichen halben Minute) bestraft wurde, behielten die Spanier ihre Medaille.
Ob es für das Ski Mountaineering nach der Premiere bei Milano Cortina auf dem olympischen Parkett weitergeht, wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) erst im Nachgang der aktuellen Spiele entscheiden.