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Stimmen zum Silber-Coup Aus Tränen der Enttäuschung werden Freudentränen

Nadine Fähndrich gewinnt in ihrem letzten Olympia-Rennen doch noch eine Medaille – auch dank einer unbeeindruckten Nadja Kälin.

Im Einzelsprint war Nadine Fähndrich zu Beginn der Olympischen Spiele als Medaillenkandidatin angetreten. Doch bereits der Viertelfinal bedeutete für die Luzernerin Endstation. Die Enttäuschung über das verpatzte Rennen war riesig, das Selbstvertrauen sichtlich angeknackst. Acht Tage später kann Fähndrich wieder strahlen. Mit Silber im Teamsprint an der Seite von Nadja Kälin erfüllte sie sich doch noch den Traum von einer Olympiamedaille.

«Es ist unglaublich, dass wir das erleben dürfen. Es ist eine riesige Erleichterung. Sehr viele Leute mussten mich aufbauen und ich bin sehr dankbar dafür», so Fähndrich nach dem grössten Erfolg ihrer Karriere. Teamkollegin Kälin pflichtete ihr bei: «Sie hat fast noch die Schwedin geholt, es ist ein unbeschreibliches Gefühl.»

Kälins Vorlage

Die Teamzusammensetzung hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Die nicht nominierte Anja Weber war sogar vorzeitig abgereist, obwohl sie als Ersatzläuferin hätte bereitstehen müssen. Nordisch-Direktor Jürg Capol hatte vor dem Rennen angekündigt, dass der Vorfall intern aufgearbeitet werden müsse.

Kälin liess sich von den Querelen augenscheinlich nicht beeinflussen. Ihre hervorragende Form, die sie bereits mit Platz 4 im Skiathlon unter Beweis gestellt hatte, zeigte sie auch im Teamsprint. «Ich habe gewusst, dass ich einfach so lange wie möglich dranbleiben muss, weil Nadine eine super Schlussrunde hat und genau so ist es gekommen.»

Fähndrichs Olympia-Dernière

Fähndrich zollte ihrer Teamkollegin Respekt. «Nadja hat mir immer im Kontakt mit den anderen übergeben. Auf der ersten und zweiten Runde konnte ich so Energie sparen.» Trotz einem Rückstand von knapp 11 Sekunden nahm Fähndrich sogar die entrückte Maja Dahlqvist ins Visier. «Ich habe nur nach vorne geschaut und wollte die schnellste Schlussrunde laufen. Dass es so aufging, ist wunderschön.»

Während Kälin zum Abschluss noch im Rennen über 50 km am Start stehen wird, geht das Olympia-Abenteuer für Fähndrich nicht nur für dieses Jahr zu Ende. «Es waren meine letzten Olympischen Spiele, umso schöner, dass es im letzten Rennen geklappt hat mit der Medaille.»

Milano Cortina 2026

SRF zwei, sportlive, 18.02.2026, 11:45 Uhr ; 

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