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Trainer lässt Zukunft offen Matchwinnerin Müller: «Wir werden die Medaille fest geniessen»

Nach dem Bronze-Coup herrscht bei der Schweizer Eishockey-Nati noch Ungläubigkeit, aber vor allem grosse Freude.

Es war ein Krimi mit dem besseren Ausgang für die Schweiz, das Bronze-Spiel gegen Schweden. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung, Alina Müller wurde mit ihrem Tor zum 2:1-Sieg zur Matchwinnerin. Die 27-jährige Winterthurerin riss sich im Anschluss den Helm vom Kopf und feierte gemeinsam mit den Mitspielerinnen auf dem Eis die Medaille.

«Das hier so zu erleben, vor Familie und Freunden – das ist das grösste Geschenk», sagte die überglückliche Müller nach der Partie. Jede im Team habe ihren Teil zur Medaille beigetragen, ob Spielerin oder Staffmitglied, so die Boston-Legionärin weiter. Jetzt ist feiern angesagt: «Das wird sicher eine coole Party.»

Wiederholung für Müller und Stalder

Müller war bereits beim ersten Bronzegewinn 2014 in Sotschi Teil des Teams gewesen. Der 3. Rang von Mailand sei mit damals aber nicht zu vergleichen. «Heute bedeutet schon noch einmal einiges mehr. Ich bin wirklich sprachlos.»

Auch für Captain Lara Stalder ist es der zweite olympische Medaillengewinn. Mit sichtlich angeschlagener Stimme gab sie nach der Partie zu, dass sie auf dem Eis gar nicht gesehen habe, wer das Bronze-Tor erzielte. Aber was zählt: «Wir haben es geschafft.»

An die erste Medaille mag sie sich gar nicht mehr richtig erinnern. In Mailand hingegen sind die Emotionen gross: «Es war ein richtiges Auf und Ab. Das kann man gar nicht wirklich in Worte fassen.»

Muller lässt Zukunft offen

Trainer Colin Muller war vor allem stolz auf sein Team: «Am Ende war es einfach wahnsinnig. Die Overtime geht fast zehn Minuten, die Spielerinnen hatten fast keine Energie mehr.» Und trotzdem gelang am Ende noch der entscheidende Treffer. «Unser Team hat wirklich bis zum Schluss gekämpft.»

Der Trainer hofft auch, dass die Medaille dem Schweizer Frauen-Eishockey einen Boost verleiht: «Die jungen Mädchen und Frauen, die Eishockey spielen, können jetzt zu diesem Team aufschauen.» Die Equipe habe viele Heldinnen: «Jetzt können alle sagen ‹Ich will sein wie Lara, Sinja, Andrea oder Alina›».

Mullers Zukunft ist übrigens noch nicht geklärt. An der Medienkonferenz nach der Partie sagte er, dass dieses Spiel möglicherweise sein letztes an der Bande der Schweizerinnen war.

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SRF zwei, sportlive, 19.02.2026, 14:30 Uhr ; 

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