Die durchzogene Round Robin der Schweizerinnen könnte heuer den goldenen Ausschlag geben. Vor 4 Jahren in Peking reichte es den Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni nach einer famosen Vorrunde am Ende nur zu Platz 4 – die Enttäuschung war riesig.
Bei Milano Cortina 2026 setzte es für die favorisierte Equipe in den ersten 9 Spielen 3 Niederlagen ab – doch pünktlich auf den Halbfinal performten die Schweizerinnen wieder und sicherten sich dank einem 7:4 gegen die USA die ersehnte Medaille.
Schweden mit langem Palmarès
Welche Farbe diese haben wird, entscheidet sich am Sonntag. Im Final in Cortina treffen Tirinzoni, Alina Pätz, Carole Howald und Selina Witschonke auf Schweden. Die im Curling erfolgsverwöhnte Nation holte aus den letzten 5 Austragungen der Winterspiele bei den Frauen 3 Mal Gold (2006/10/18) und je 1 Mal Silber (2014) und Bronze (2022). Düsterer sieht es auf Schweizer Seite aus: Die einzigen olympischen Medaillen bei den Frauen datieren von 2002 und 2006 (je Silber).
Diese Errungenschaft haben die Schweizerinnen um das erfolgreiche Duo Tirinzoni/Pätz (seit 2018 mehrfache Welt- und Europameisterinnen) mit dem Finaleinzug bereits erreicht. Der CC Aarau ist mit dem Ziel einer Medaille nach Norditalien gereist – nun soll es am Sonntag natürlich Gold werden.
Tirinzoni vs. Hasselborg: 0:4 bei Olympia
Schweden um den erfahrenen Skip Anna Hasselborg hat auf dem Papier wohl leicht die Nase vorn. Das Aufeinandertreffen in der Vorrunde entschieden die Skandinavierinnen mit 6:4 knapp für sich und nahmen in der Round Robin mit 7 Siegen (Schweiz: 6) Platz 1 ein.
Auch das «Head-to-Head» bei Grossanlässen zwischen der 46-jährigen Tirinzoni und der 36-jährigen Hasselborg spricht inklusive dem jüngsten Duell mit 5:7 für letztere. Speziell dabei: Bei Olympischen Winterspielen hatte die Schwedin in 4 Spielen stets die Oberhand behalten. Immerhin waren die letzten 3 Direktduelle vor Olympia an Tirinzoni gegangen – eigentlich weiss sie, wie Hasselborg zu knacken ist.