Die Top-Favoriten
- Atle Lie McGrath (NOR)
- Paco Rassat (FRA)
- Lucas Pinheiro Braathen (BRA)
Einen einzelnen Topfavoriten auszumachen, ist beim Blick auf den Slalom-Weltcup gar nicht so einfach. In neun Rennen gab es sieben verschiedene Sieger. Nur Atle Lie McGrath und Paco Rassat konnten jeweils zwei Rennen gewinnen. Während der Norweger die Weltcup-Wertung hauchdünn vor Lucas Pinheiro Braathen anführt, ist Rassat aufgrund von drei Ausfällen «nur» auf Rang 6 zu finden.
Pinheiro Braathen dürfte nach seinem Gold-Triumph im Riesenslalom unglaublich motiviert sein, in seiner Paradedisziplin nachzudoppeln. Für McGrath haben diese Spiele einen emotionalen Stellenwert: Sein Grossvater ist während der Eröffnungsfeier gestorben, teilnehmen wird der Norweger dennoch. «Ich fahre nur, weil es genau das ist, was du von mir wolltest», schrieb McGrath unter einen Abschiedspost auf Instagram.
Die Herausforderer
- Loïc Meillard (SUI)
- Clément Noël (FRA)
- Henrik Kristoffersen (NOR)
- Manuel Feller (AUT)
Weil das Feld so offen ist, dürfen sich auch diese Athleten durchaus Chancen auf Gold ausrechnen. Ohne Druck wird Loïc Meillard antreten, da er in Bormio bereits zwei Medaillen eingeheimst hat (Silber in Team-Kombi, Bronze im Riesenslalom). Auf den ersten Sieg im Slalom wartet der Walliser in diesem Winter allerdings noch. Einen perfekteren Zeitpunkt dafür gäbe es nicht.
Clément Noël geht als Titelverteidiger an den Start, er hat den Sieg in Madonna di Campiglio auf seinem Konto. Aber auch Henrik Kristoffersen (in Schladming) und Manuel Feller (in Kitzbühel) standen in dieser Saison bereits zuoberst auf dem Treppchen und hoffen auf ihr erstes Olympiagold.
Die weiteren Schweizer
- Tanguy Nef
- Daniel Yule
- Matthias Iten
Mit Laufbestzeit im Slalom sicherte sich Tanguy Nef in der Team-Kombi an der Seite von Franjo von Allmen Gold. Zaubert der Genfer erneut solche Läufe in den Schnee, darf auch er im Kampf um die Medaillen mitreden. In die Top Ten ist Nef in der laufenden Weltcup-Saison regelmässig gefahren, als Bestergebnis schaute ein 5. Platz in Gurgl heraus.
Noch nicht in die Gänge gekommen ist Daniel Yule. Mit seinem zweiten Top-15-Ergebnis in Kitzbühel erfüllte der siebenfache Weltcupsieger die Olympia-Kriterien auf den zweitletzten Drücker. Matthias Iten sorgte mit seinem 6. Platz im Wengen-Slalom für einen Exploit. Eine Medaille wäre für beide eine dicke Überraschung.
Das Podest 2022 in Peking: Einer nicht mehr dabei, der andere ausser Form
- 1. Clément Noël (FRA)
- 2. Johannes Strolz (AUT)
- 3. Sebastian Foss Solevag (NOR)
Von den drei Medaillengewinnern in Peking scheint nur Noël im Stande, erneut um Edelmetall mitzukämpfen. Sebastian Foss Solevag hat seine Karriere im letzten Frühsommer beendet, und Johannes Strolz hat in diesem Winter noch nicht den Eindruck erweckt, dass er ganz vorne mitfahren kann. Sein Bestresultat in diesem Winter ist ein 15. Platz in Kitzbühel.