Ferrari blitzt ab: Keine Untersuchung gegen Vettel

Ferrari hat den Motorsport-Weltverband FIA schriftlich dazu aufgefordert, ein umstrittenes Überholmanöver von Sebastian Vettel im letzten Saison-GP in Brasilien zu prüfen. Die FIA kam zum Schluss, dass sich der Deutsche nichts hat zu Schulden kommen lassen.

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Bildlegende: Fernando Alonso kann Sebastian Vettel auch juristisch nicht überflügeln. Reuters

Vettel hatte am Sonntag beim GP von Brasilien den Toro-Rosso-Kontrahenten Jean-Eric Vergne in der 4. Runde überholt. Ferrari, der Rennstall des WM-Zweiten Fernando Alonso, hielt es für möglich, dass Vettel dies verbotenerweise während einer Gelb-Phase getan hat.

FIA: Vettel handelte korrekt

Die FIA liess jedoch verlauten: «Vettel hat nichts falsch gemacht. Es gab widersprüchliche Flaggen- und Leuchtsignale.» Das fragliche Manöver Vettels sei schon während des Rennens untersucht worden, so die FIA. Der Deutsche habe Vergne zwar vor einer grünen Ampel überholt. Zu diesem Zeitpunkt habe ein Streckenposten aber bereits eine grüne Flagge geschwenkt - womit die Gelb-Phase aufgehoben gewesen sei

«Vettel hat auf die Flagge reagiert und alles richtig gemacht», sagte Rennleiter Charlie Whiting.

Aberkennung des Titel theoretisch möglich

Wäre die FIA doch noch zum Schluss gekommen, dass Vettels Überholmanöver illegal war, wäre eine 20-Sekunden-Zeitstrafe gegen den Red-Bull-Piloten möglich gewesen. Damit wäre Vettel auf den 8. Platz zurückgefallen - und Fernando Alonso hätte den WM-Titel geerbt.

Alonso hatte den Wirbel zuvor mit einem Tweet angeheizt: «Ich kann keine Wunder bewirken. Ich realisiere aber meine Wunder innerhalb der Spielregeln.»

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Formel 1: Das Saisonfinale in Brasilien

3:39 min, vom 25.11.2012