Wie stark treten die Formel-1-Boliden am Sonntag zum GP Barcelona-Katalonien an? Wer durfte ein Upgrade durchführen und hat dies auch getan? Diese Fragen beherrschen vor dem 7. GP-Wochenende des Jahres die Szene.
Das Motoren-Reglement der FIA erlaubt den Rennställen ein Upgrade, wenn die Leistung ihres Verbrenners zwei Prozent unter jener des besten Autos liegt. Ab vier Prozent sind es sogar zwei Upgrades.
Die Besten dürfen nachbessern
«Hier kommt die Überraschung: Mercedes liegt zurück. Sie dürfen ihren Motor verbessern», sagt Surer, «Ferrari sogar um zwei Stufen». Zur Erinnerung: Mercedes hat alle bisherigen Saison-GP gewonnen, Ferrari liegt in der Konstrukteurswertung auf Rang 2. Über den besten Motor verfüge laut FIA-Messung der Red-Bull-Rennstall, fügt Surer an.
Die Leistung gilt auf dem Kurs in Montmelo als zentral, da es sich um die erste explizite Rennstrecke seit dem GP Japan Ende März handelt. Dazwischen lagen die Stadtkurse in Miami, Montreal und Monaco.
Alonsos Abschied naht
Ungewissheit herrscht über den genauen Termin, doch spätestens Ende 2027 macht Fernando Alonso mit der Formel 1 Schluss. «Es wird ein besonderes Wochenende werden, wahrscheinlich mein letztes Rennen in Barcelona in der Formel 1», so der bald 45-jährige Doppelweltmeister (2005/2006). Der übernächste GP Katalonien findet erst 2028 statt. Eine definitive Entscheidung werde er nach dem Sommer treffen.
Dass Alonso in seinem Aston Martin etwas reisst, schliesst er gleich selber aus: «Ich werde nicht konkurrenzfähig sein», sagt der streitbare Asturier äusserlich ungerührt. Schon im Qualifying am Samstag werde er nicht weit kommen.
Dass bis zu seinem Abschied ein 33. GP-Sieg oder schon nur ein 107. Podestplatz dazukommt, scheint unwahrscheinlich. Und chancenlos hinter dem Feld herumzukurven, ist nun wirklich nicht Alonsos Sache.
Monaco-Klassement bereinigt
Eine dritte Ungewissheit wurde kurz vor den freien Trainings geklärt: der offizielle Endstand des GP Monaco vom letzten Sonntag und damit der aktuelle Stand in der WM-Wertung. Der Protest des Alpine-Rennstalls gegen die doppelte Bestrafung von Pierre Gasly wurde gutgeheissen, der Franzose erhielt seinen 3. Platz zurück. Isack Hadjar (Red Bull) fällt auf Platz 4 zurück.