Milde Strafe für Mercedes in der Reifen-Affäre

Der Formel-1-Rennstall Mercedes ist nach seinen umstrittenen Testfahrten mit Reifen-Hersteller Pirelli überraschend mit einem blauen Auge davon gekommen.

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Bildlegende: Reifen-Poker Keine gravierenden Folgen für Mercedes. EQ Images

Das britische Team erhält eine Verwarnung und wird von der Teilnahme am Young Driver Test im Juli, einer Testmöglichkeit für den Nachwuchs, ausgeschlossen. Von einer Geldstrafe und einem Punktabzug bleiben die Silberpfeile jedoch verschont.

Auch für Pirelli nur eine Verwarnung

Auch Pirelli wird lediglich verwarnt. Das entschied das Internationale Tribunal des Automobil-Weltverbandes FIA am Freitag. Das Urteil kann vor dem Internationalen Berufungsgericht angefochten werden.

Das Tribunal erklärte in der Urteilsbegründung, dass der Test nicht durchgeführt worden sei, damit Mercedes einen unfairen Vorteil erlange. Weder Pirelli noch Mercedes hätten zudem zu irgendeinem Zeitpunkt mit schlechter Absicht gehandelt.

Mercedes und Pirelli hatten im Mai mit den Mercedes-Stammfahrern Rosberg und Hamilton Reifen getestet. Red Bull und Ferrari intervenierten, weil das Vorgehen gegen das Verbot von Tests während der Saison verstossen habe.