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Formel 1 Sauber kann aufatmen: Schweizer Investoren springen ein

Der Formel-1-Rennstall Sauber ist gerettet. Eine Schweizer Investment-Gesellschaft hat das Unternehmen zu 100 Prozent übernommen. Monisha Kaltenborn bleibt Teamchefin.

Die Schweizer Investment-Gesellschaft Longbow Finance SA übernimmt die Sauber Holding, zu der auch die Motorsport AG gehört, zu 100 Prozent. Die neue Besitzerin übernimmt die Anteile von Peter Sauber und Teamchefin Monisha Kaltenborn. Der Firmengründer hatte zwei Drittel am Unternehmen gehalten, die Österreicherin einen Drittel.

Ich bin sehr glücklich, dass sich meine mutige Investition mit dem Rückkauf vor 6 Jahren als richtig erwiesen hat.
Autor: Peter Sauber

Kaltenborn behält ihre Funktion – was macht Peter Sauber?

Weitere Einzelheiten über die Formalitäten der Übernahme wurden nicht bekanntgegeben. Im Gegensatz zu den Anteilen behält Monisha Kaltenborn ihre Funktionen. Sie bleibt Teamchefin und CEO und nimmt zudem Einsitz im neuen Verwaltungsrat. Peter Sauber seinerseits wird sich von allen Funktionen zurückziehen.

  • Das sagt Peter Sauber zum Deal: «Monisha Kaltenborn und ich konnten einen Vertrag unterzeichnen, der die Zukunft des Formel 1 Teams und der Sauber Gruppe sichert. Ich bin sehr glücklich, dass sich meine mutige Investition, die vor sechs Jahren mit dem Rückkauf der Firma das Ziel hatte, den Standort Hinwil und den Formel-1-Startplatz zu erhalten, schlussendlich als richtig erwiesen hat.»
  • Das sagt Monisha Kaltenborn: «Wir sind sehr glücklich, dass wir eine Einigung erzielen konnten, die die Zukunft von Sauber in der Königsklasse des Motorsports sichert. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Longbow Finance S.A. der perfekte Partner ist, um das Team in der Formel 1 wieder konkurrenzfähig und erfolgreich zu machen. Gleichzeitig erlaubt die neue Struktur auch, dass wir unser Drittkundengeschäft weiter ausbauen und in neue Bereiche vorstossen können.»
Legende: Video Peter Sauber: «Werde das Team nicht noch einmal zurückkaufen» abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.07.2016.

Doch noch ein Happy End in Hinwil

Die Übereinkunft mit der Longbow Finance S.A. bildet den geglückten Abschluss einer lange anhaltenden Phase, in der das Team vorab abseits der Rennstrecken für Schlagzeilen gesorgt hatte. Wegen den immensen finanziellen Schwierigkeiten hatte die Equipe im Fokus gestanden.

Die Sorge um den Fortbestand des Teams war nicht nur an der Basis in Hinwil und während den Grand-Prix-Wochenenden allgegenwärtig. Die Belegschaft bekam zuletzt die extreme finanzielle Schieflage quasi im Monats-Rhythmus in Form von verspäteten Lohnzahlungen zu spüren.

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachrichten, 20.07.2016, 15:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Na dann viel Glück mit dieser dubiosen Firma, die keine Mitarbeiter und in den letzten 12 Monaten keine wirtschaftlichen Aktivitäten hatte.
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  • Kommentar von Andreas Brennecke (Andreas Brennecke)
    VORSICHTIG vor Sogenannten Investments Firma, wäre nicht die erste angeblich gerettete Firma und wurde Spielball dubiosen Anleger. Warum kann nicht die Firma genannt werden welche sich bei Sauber eingekauft hat. Den die Investment Firma arbeitet mit fremd Gelder.Hoffe für Sauber das alles optimal für ihn abgelaufen ist.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Wenn es der neuen Inhaberschaft gelingt, das notwenige Kapital zu bringen, wird es bis mindestens 2018, eher 2019 dauern, bis grössere Erfolge eingefahren werden können. Forderungen nach dem Rücktritt der Leitungscrew erachte ich als Stimmungsmache, die am Thema vorbei geht. Was unter minimalem Budget möglich war, muss auch gewürdigt werden. Es braucht nun Zeit, um technisch nachzurüsten, Erfahrungen zu sammeln, die noch fehlen. Es braucht F1 Reglemente, die die grossen Teams weniger bevorzugt.
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