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Revolution in der Formel 1: Das ändert sich ab 2022 an den Boliden
Aus Sport-Clip vom 15.07.2021.
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Wieder mehr Rad-an-Rad-Duelle Formel 1 stellt Boliden für 2022 vor

Die Formel 1 hat am Donnerstag einen Prototypen für die Saison 2022 vorgestellt. Die Aerodynamik der Autos verändert sich stark.

Im Rahmen des GP von Silverstone hat die Formel 1 am Donnerstag einen Prototypen für die Saison 2022 vorgestellt. Das Ziel: aggressiver Rennsport, viele Rad-an-Rad-Duelle und gleiche Chancen für alle.

Das Design der Autos verändert sich mit dem neuen Reglement, welches ab kommendem Jahr greift, massiv. Die Eingriffe in die Aerodynamik sollen dafür sorgen, dass die Wagen einander einfacher folgen können, was wiederum das Überholen erleichtern soll.

Dichtes Auffahren wieder möglich

Damit soll eines der grossen Probleme der modernen Formel 1 gelöst werden: Mit den aktuellen Autos ist dichtes Auffahren kaum noch möglich. Grund ist die komplizierte Aerodynamik, die für starke Luftverwirbelungen hinter den Boliden sorgt und diese gleichzeitig bei unruhigem Luftfluss sehr anfällig macht.

«Wir schaffen die Voraussetzungen für engere Duelle», sagte Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn bei der Präsentation am Donnerstag. Eine grosse Rolle spielt dabei der stark vereinfachte Frontflügel. Auch andere hochkomplexe Elemente werden abgeschafft.

Formel 1
Legende: Kehrt wieder mehr Spannung zurück? Die Fahrer versammeln sich in Silverstone um den neuen Boliden. imago images

Durch die deutlich grösseren 18-Zoll-Reifen wird zudem der mechanische Grip vergrössert, die Autos sind dann weniger auf den aerodynamischen Grip angewiesen. Das Reglement wurde in jahrelanger Zusammenarbeit zwischen dem Weltverband FIA und der Formel 1 entworfen. Aufgrund der Corona-Pandemie greift die Regeländerung nun erst mit einem Jahr Verspätung ab 2022.

SRF zwei, sportflash, 15.07.2021, 20:00 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Bachmann  (AFB)
    Ein klein wenig off-topic: Wieso wird die Formel E künstlich so langsam gehalten? Oder anders gefragt, wieso kann man mit dem Tesla Model S Plaid ein schnelleres strassentaugliches(!) Elektroauto kaufen als das angeblich Beste was die E-Mobilität zu bieten hat? (0-100kmh: 1.98s vs 2.8s, Top-Speed: 320kmh vs 280kmh)

    Hat man Angst, dass die Formel E schon bald der Formel 1 um die Ohren flitzt, oder ist man schlich unfähig?
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Weder, noch! Zum einen fährt die Formel-E ausschliesslich auf Stadtkursen, welche naturgegeben weniger hohe Tempi zulassen, zum zweiten ist der Stromverbrauch extrem limitiert - was beim Tesla Roadster nicht der Fall ist, zum dritten sollte eine Kostenexplosion wie sie die Formel 1 in den 90ern erleben musste, verhindert werden....;-))
    2. Antwort von Albert Bachmann  (AFB)
      @Waeber
      Aber dass die Formel E ausschliesslich auf Stadt-Kurse fährt ist ja auch eine Entscheidung der FIA. Man könnte Sie ja auch auf normalen Rennstrecken fahren lassen.
      Die max Leistung der Batterie könnte man ja verbessern, wenn man eine Gewichtseinbusse in Kauf nimmt. Und da Elektromotorn sowieso viel mehr Drehmoment haben würde sich das vermutlich nicht so gravierend auswirken.
      Mit der Kostenexplosion könnten Sie Recht haben, aber etwas mehr als 2.5 Mio. € (vs 145Mio $) wäre angebracht…
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Bachmann - Mann/Frau "könnte" noch viel. Um Änderungen des FIA-Formel E-Reglements zu beantragen, müssen Sie sich an die FIA in Paris wenden. Da bin ich nicht zuständig... und find's obendrein gut so wie's ist. Umgang mit Energieverbrauch, Energierückgewinnung, engen Kursen, Einheits-Allwetterreifen etc. ist für die Fahrer/Innen eine Riesen-Herausforderung. Ihre Teslas könnten Sie übrigens in anderen Rennserien einsetzen, sofern Sie diese - ebenfalls bei der FIA - homologieren lassen..... ;-))
    4. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Nachtrag @ Bachmann - die Kosten werden auch deshalb tief gehalten, um "Kleinen" Teams die Möglichkeit zu geben in eine relevante (innovative) Rennserie mit WM-Status ein zusteigen. Ich find's z.B. elend Schade dass wir z.Zt. und bis auf weiteres keine "budgetlosen" Enthusiasten-Teams wie Zackspeed, Osella, Minardi und wie sie alle hiessen in der F1 sehen werden. Selbst Sauber hätte damals ohne Unterstützung durch Mercedes niemals einsteigen können...;-))
    5. Antwort von Rothensteiner Felix  (Rothensteiner)
      Top-Speed und Beschleunigung sind zwei von vielen Indikatoren, welche die Performance eines Autos ausmachen können. Jedoch spielen, Balance, Federung, Chassis, Bremskraft, Downforce etc. auch eine grosse Rolle. Ein Tesla würde eine Qualifying-Runde gegen einen Formel-E Boliden verlieren, meine ich.
      Es gibt ja auch Supersportwagen, die den Top-Speed von F1-Boliden knacken können... Lediglich in der Beschleunigung kommt niemand an F1 Renner heran. (0 - 200 km/h in 2.5 s)
    6. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Rothensteiner - zudem sind die F1-Motoren über Ladedruck max. zulässigem Spritverbrauch und max. zulässigem Spritdurchfluss/Sec. usw. ebenfalls gedrosselt. "Offen" könnten die noch ganz anders Powern.... ;-))
    7. Antwort von Albert Bachmann  (AFB)
      @Waeber @Rothenstein
      Klar kann man ein Strassenfahrzeug nicht mit einem Rennwagen vergleichen und dass zwei Werte alleine nicht als Vergleich ausreichen ebenso.

      Ich muss zugeben, dass ich persönlich eher von der technischen Seite und weniger vom Renngeschehen fasziniert bin. Ich sehe einfach, dass mit der Formel E sooo viel mehr möglich wäre. Da tuts mir ein bisschen weh, wenn angeblich nicht mehr als 2.8s drinliegen sollen…
    8. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Einer der Hauptgründe wieso es die Formel E überhaupt gibt, ist das Ziel die E-Boliden zu den Menschen zu bringen. Deshalb die Stadtkurse. In der Tat ist es nicht das Ziel diese Autos gegen die F1 antreten zu lassen.
  • Kommentar von harald keller  (pragmatiker)
    Ja, vielleicht gibts wieder spannendere Rennen - trotzdem denke ich etwas wehmütig an die 80er zurück, wo man auch noch experimentiert hat (Tyrell mal mit 6 Rädern, die einen mit, die anderen ohne Boxenstopp, etc.). Ich war damals für Lotus, weil mir das Auto besonders gefiel :) - heute sehen alle gleich aus (bis auf die Farbe).
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      ... nicht zu vergessen den "Staubsauger"-Brabham. Auch wenn der nach nur einem Rennen verboten wurde.....;-))
  • Kommentar von Rothensteiner Felix  (Rothensteiner)
    Erfreulich ist vor Allem, dass man auf dem Vormarsch ist, dieses DRS wieder abzuschaffen.
    Es war für die Zeit von 2011 wohl die beste Lösung, jedoch zerstörte es jegliches Racing in den Kurven, und 80% der Überholmanöver fanden mit 20kmh Geschwindigkeitsüberschuss auf der Gerade statt. Nun sollen Fahrer endlich wieder Rad an Rad durch die Kurven fahren, ich bin gespannt!