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Motorrad Starker Tom Lüthi mit etwas Glück zum Sieg

Mit einer bärenstarken Leistung hat Moto2-Pilot Tom Lüthi das letzte Saisonrennen gewonnen. Der Berner zog in Valencia auf der Zielgeraden an Esteve Rabat vorbei. Gleichzeitig sicherte er sich Platz 4 in der WM-Wertung.

Legende: Video Schlussphase des Moto2-Rennens in Valencia abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus sportlive vom 09.11.2014.

Weltmeister Esteve Rabat und der Qualifying-Vierte Tom Lüthi lieferten sich an der Spitze einen packenden Zweikampf. Der Berner, der in der 1. Kurve auf Platz 2 vorgestossen war, griff den Spanier nonstop an, Rabat wehrte sich aber im Stile eines Champions.

Anfangs der letzten Runde riskierte Lüthi dann etwas zu viel und musste Rabat ein wenig wegziehen lassen. Doch der Schweizer gab nicht auf, schloss die Lücke wieder und zog auf den allerletzten Metern am verdutzten Kontrahenten vorbei.

Rabat ging das Benzin aus

Dieser gab im Ziel zu Protokoll, dass ihm in der Schlussphase das Benzin ausgegangen sei. Der Treibstoff sei derart knapp berechnet gewesen, dass aufgrund zahlreicher Zusatzmeter in den Duellen mit Lüthi am Ende der Tank sprichwörtlich leer war.

Legende: Video Tom Lüthi im Interview abspielen. Laufzeit 1:00 Minuten.
Aus sportlive vom 09.11.2014.

Ungläubiger Lüthi

Lüthi konnte sein Glück kaum fassen: «Ich war völlig überrascht, habe aber das Geschenk natürlich gerne angenommen. Es ist ein wunderbarer Saisonabschluss für mich.» Rabat sei grossartig gefahren und er habe einfach versucht, am Hinterrad des Spaniers zu bleiben, meinte Lüthi.

Aegerter auf Platz 6

Für den 125-ccm-Weltmeister von 2005 war es nicht nur der zweite Saisonsieg (nach jenem in Japan), sondern auch der 25. Moto2-Podestplatz seiner Karriere. Damit egalisierte er den Rekord von Marc Marquez (Sp).

Lüthi entschied zudem das Schweizer Duell um den 4. Platz in der WM-Wertung mit Dominique Aegerter klar für sich. Der Oberaargauer wurde Sechster im Rennen und Fünfter im WM-Klassement.

Für ein persönliches Highlight sorgte auch Aegerters Teamkollege Robin Mulhauser. Der Rookie aus Freiburg verpasste mit Platz 17 seine ersten WM-Punkte nur um 1,6 Sekunden. Randy Krummenacher wurde 23.

Doppelte Freude in der Marquez-Familie

Historisches ereignete sich in der Moto3: Der 18-jährige Spanier Alex Marquez, der drei Jahre jüngere Bruder von MotoGP-Weltmeister Marc Marquez, krönte sich mit Rang 3 zum Champion und bescherte Honda den ersten Titel seit 2005. Es ist das erste Mal überhaupt, dass zwei Brüder im gleichen Jahr Weltmeister wurden.

Marc Marquez feierte im letzten MotoGP-Rennen seinen 13. Saisonsieg und beendete das Jahr damit standesgemäss. Der von Platz 5 ins Rennen gegangene Spanier setzte sich vor Pole-Mann Valentino Rossi (It) und Dani Pedrosa (Sp) durch.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 9.11.14, 12:05 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Raffi, away
    Der Sieg war nur möglich weil Lüthi bis zur Ziellinie gekämpft hat. Nicht aufgab und mit Platz 2 zufrieden war. Das wurde heute belohnt. Bravo Tom. Und Aegerter hat auch gemacht was der Töff hergab. Hoffe auf ein ganz starkes Bike für die beiden nächste Saison. Dann wirds viele Podeste geben.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Herzliche Gratulation zum grossartigen "langen", spannenden und sportlichen Duell mit dem Weltmeister 2014 (Rabat)! Es war schön, dass Tom auch einmal "mit etwas Glück" nach der letzten Kurve, als "erster" die Ziellinie überfahren konnte. Wie oft wurde Tom Lüthi"von "anderen" Kollegen schon abgeschossen oder unschuldig mitgerissen! Als Motorsport-Fan freue ich mich jetzt schon auf solche spannende Rennen im nächsten Jahr!
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Heisses Duell zwischen Tito und Tom mit dem glücklicheren Ende für Lüthi. Toll, dass sich Interwetten mit einem Sieg aus der Moto2 abtreten kann. Freue mich schon auf die 2015 Saison, wenn 5 Schweizer fahren.
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