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Tom Lüthi verliert die WM-Führung
Aus sportaktuell vom 07.07.2019.
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WM-Führung weg Nach toller Aufholjagd: Lüthi auf dem Sachsenring auf Rang 5

  • Tom Lüthi musste nach schwachem Qualifying von Position 12 aus in den GP von Deutschland starten.
  • Der Emmentaler zeigt ein beherztes Rennen und verbessert sich um 7 Ränge – trotz einer Strafe nach einem heiklen Manöver.
  • Die WM-Führung muss der Emmentaler an Alex Marquez abgeben.

Die Voraussetzungen für Tom Lüthi vor dem GP von Deutschland auf dem Sachsenring waren nicht eben gut. Der Schweizer musste nach einem verpatzten Qualifying von Position 12 aus ins Rennen gehen – so weit hinten wie noch nie in dieser Saison. Damit nicht genug: Sein Hauptkonkurrent um den WM-Titel, der Spanier Alex Marquez, holte sich souverän die Pole Position.

Eine Strafe aufgebrummt

Lüthi machte das Beste aus seiner Situation und fuhr von Beginn an auf Angriff. Der Emmentaler machte Platz um Platz gut und fand sich 15 Runden vor Schluss auf Position 6 wieder. Dann griff Lüthi den Katalanen Xavi Vierge an, überholte ihn – allerdings nicht ohne die Linie zu verlassen. Vierge stürzte, gegen Lüthi wurde eine Untersuchung eingeleitet.

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Die heikle Situation von Lüthi und Vierge
Aus sportlive vom 07.07.2019.
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Dem Schweizer wurde für dieses Manöver wenig später eine «long lap» aufgebrummt. Auf dieser langen Runde verlor Lüthi einen Rang und war wieder an 6. Stelle klassiert. Eine Position gewann Lüthi zurück, als Iker Lecuona auf der letzten Runde stürzte.

«Strafe nicht richtig»

Lüthi sagte nach dem Rennen: «Ich war auf der Innenseite, er sieht mich, lässt aber aussen die Bremse los, weil er mir die Tür zumachen will.» Er habe noch versucht, den Zusammenprall zu verhindern, «doch dann blockierte mein Vorderrad und ich musste die Bremse auch lösen. Wir waren dann beide zu schnell. Ich war innen, er fuhr mir in die Verkleidung und stürzte leider.» Die Strafe findet der Emmentaler «nicht richtig.»

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Lüthi: «Ich finde, die Strafe war nicht verdient»
Aus Sport-Clip vom 07.07.2019.
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Mit seiner Leistung im Rennen und 7 gewonnenen Rängen darf Lüthi trotzdem zufrieden sein. Es gab allerdings auch schlechte Nachrichten für den Schweizer: Alex Marquez brachte den Sieg sicher nach Hause und schnappte Lüthi so die Führung in der WM-Wertung weg. Der Spanier liegt nun 8 Punkte vor dem Schweizer.

Auch im MotoGP jubelt ein Marquez

Alex Marquez' älterer Bruder Marc gewann das Rennen in der MotoGP-Klasse. Der MotoGP-Titelverteidiger aus Spanien, auf dem Sachsenring seit 2010 in zehn Rennen und drei verschiedenen Klassen ungeschlagen, holte sich den 75. GP-Sieg. Der 2. Rang in Deutschland ging mit sechs Sekunden Rückstand an den Spanier Maverick Viñales, Dritter wurde der Brite Cal Crutchlow. Das WM-Klassement führt Marquez hoch überlegen an.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.07.2019, 12:05 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Die Strafe ist klar überzogen. Mit den Standards kann/sollte praktisch jeder Zweikampf "abgepfiffen" werden. Lasst die Jungs Rennen fahren.
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  • Kommentar von Robert Di Nero  (Robert Di Nero)
    Hmmm... Ich bin grundsätzlich gegen Strafen - lasst die Fahrer fahren. Jedoch hat hier Lüthi klar einen Fehler begangen und damit jemand anderes abgeräumt. Er selber konnte weiter fahren. Da sehe ich kein Problem, jemanden eine 3 sek Strafe aufzubrummen -> er 3 sek, Vierge musste aus dem Rennen. Die WM Führung hätte er sowieso verloren und das er ums Podium kämpfen hätte können - sorry, aber schlicht weg utopie. Er hat zu diesem Zeitpunkt Zeit auf die Gruppe verloren und nicht aufgeholt
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  • Kommentar von Michael Weiersmüller  (Galgevogel)
    Na vielleicht wollte Lüthi halt auch einmal...
    Er selber wurde ja schon x-mal so abgeräumt - unter anderem auch dreimal von der grossen Nummer 93.
    Da ist aber in Sachen Strafe jeweils nichts passiert. Da hat es sogar in der spanischen Presse geheissen, er wäre schon halb daneben, darum gehöre ihm die Kurve …
    Ein Schelm wer Böses dabei denkt
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