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Porträt der Rennfahrerlegende Herbert Müller
Aus Sport-Clip vom 10.06.2021.
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Schweizer Rennfahrerlegende Tod im letzten Rennen: Vor 40 Jahren starb «Stumpen-Herbie»

Am 24. Mai jährte sich der Todestag von Herbert Müller zum 40. Mal. Er starb 1981 auf dem Nürburgring. Sein Markenzeichen: Der Stumpen im Mund, der ihm den Beinamen «Stumpen-Herbie» einbrachte. Müller gilt als der beste Schweizer Rennfahrer, der nie Formel-1-Karriere gemacht hat.

Der Grosse Preis von Pau 1963 blieb das einzige Formel-1-Rennen des Aargauers. Dort wurde er mit einem unterlegenen Auto Fünfter. Müller übernahm lieber den elterlichen Metallveredelungsbetrieb, statt Karriere in der Königsklasse zu machen.

Müller beim Autorennen Mitholz-Kandersteg im Jahr 1961.
Legende: Voller Einsatz Müller beim Autorennen Mitholz-Kandersteg im Jahr 1961. Keystone

Müller machte sich dafür einen Namen im Amateursport. 1981 war er bereits seit zwei Jahren zurückgetreten, als er noch einmal für das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring ins Cockpit stieg. Müller kannte die Strecke: Am 24. September 1972 hatte er dort einen schweren Unfall und erlitt schwere Gesichtsverbrennungen, die er fortan mit einem Vollbart kaschierte.

Herbert Müller rast im Jahr 1975 mit einem Porsche Turbolader über den Asphalt.
Legende: Beim 1000-km-Rennen in Monza Herbert Müller rast im Jahr 1975 mit einem Porsche über den Asphalt. Keystone

Am 24. Mai 1981 hatte er kein Glück mehr. In der 13. Runde kam er von der Strecke ab und kollidierte tödlich mit einem stehenden Auto. So starb er als Rennfahrer, dessen Karriere eigentlich schon beendet war. Vor dem Rennen hatte «Stumpen-Herbie» erklärt, dass es sein letztes sein sollte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Zafer Devrim  (Zafer)
    Danke SRF für diesen Beitrag. Kannte den "Stumpen-Herbie" nicht, obwohl ich ein Sportbegeisterter bin. Dachte es gibt nur den Jo und Clay in dem Kosmos... aber im gleichen Atemzug muss man auch den Herbert dazu nehmen. Berührend, sehr traurig und doch irgendwie "schön". Und ja, solche (Sport-)Figuren sind definitiv HELDEN.
  • Kommentar von Martin Weiss  (MWe)
    Er war ein Held der schweizer Sportgeschichte. Genau wie das heute Federer und Lüthi sind.
    1. Antwort von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
      Sportler mit Helden zu vergleichen, damit habe ich schon mühe.
    2. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      @Hans H. Hirt: Mwe bezieht seine Heldenaussage ja auf die Sportgeschichte. Jede/r darf seine Helden haben, sei es in Sport, Wissenschaft, Literatur etcetc. Oder ganz profan: im Alltag.
      Herbie war ein "working class hero" und wohl deshalb auch so populär, analog Jo Siffert. Und ja, er war zu jener Zeit auch mein Held.
    3. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Besser man erklärt Sportler zu Helden als sonst welche Typen. Früher, und teilweise noch heute, erklärt man Terroristen wie Jürg Jenatsch oder Fabelwesen wie Wilhelm Tell zu Helden. Doch eigentlich brauchen wir "Heldentaten" statt irgendwelche "Idole" die zu Helden deklariert werden.
  • Kommentar von David Schneider  (David Schneider)
    Danke für diesen tollen Bericht. Stumpen Herbie war ein ganz aussergewöhnlicher Typ, ein "komischer Kauz". Für den Schweizer Rennsport war er eine Figur. Toll dass er vom SRF gewürdigt wird.