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4. Slalom-Gold für US-Fahrerin Shiffrin bleibt Weltmeisterin – Holdener patzt und geht leer aus

Mikaela Shiffrin holt nach 2013, 2015, 2017 zum 4. Mal Gold. Wendy Holdener kann ihre gute Ausgangslage nicht nutzen.

Das Podest

  • 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:57.05 Minuten
  • 2. Anna Swenn-Larsson (Sd) + 0,58 Sek.
  • 3. Petra Vlhova (Slk) + 1,03 Sek.

Welch eine Machtdemonstration! Mikaela Shiffrin sicherte sich in Are nach 2013, 2015 und 2017 ihr 4. WM-Gold im Slalom in Folge. Keinem Athleten und keiner Athletin war es zuvor gelungen, in einer Disziplin 4 Mal in Folge zu triumphieren. Dabei ging die 23-jährige Amerikanerin angeschlagen an den Start. Gemäss Jeff Lackie, einem ihrer Trainer, litt sie an einer Erkältung. Im Ziel sah man denn auch eine hustende Weltmeisterin.

Shiffrin ging im 1. Lauf nicht an ihre Grenzen und belegte mit 0,15 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Wendy Holdener Rang 3. Im 2. Durchgang realisierte sie dann Laufbestzeit. Goldwürdig war im Ziel auch der Jubel der zweitplatzierten Anna Swenn-Larsson. Die Schwedin behauptete Rang 2 aus dem 1. Lauf und bescherte dem Gastgeber doch noch die erste WM-Medaille. Riesenslalom-Weltmeisterin Petra Vlhova fuhr dank einer markanten Steigerung noch zu Bronze.

Die bittere Stunde von Wendy Holdener

Der Druck muss für Wendy Holdener immens gewesen sein. Nach Bestzeit im 1. Lauf hätte die Schwyzerin wie so oft Shiffrin übertreffen müssen. Aus ihrem ersten Slalom-Sieg überhaupt wurde jedoch nichts. Holdener riskierte zu viel und büsste nach einem Fehler im oberen Streckenteil viel Zeit ein. Am Ende reichte es nur für den 17. Schlussrang (+5,26).

Auf die Frage nach ihrer Gefühlslage antwortete Holdener nach dem Rennen gefasst: «Ich musste riskieren und kann mir nichts vorwerfen. Ich wollte um den Sieg mitfahren.» Dennoch sei sie auch «froh, wenn der Rummel nun vorbei ist.»

Die Kombinations-Weltmeisterin erlebte in Are ein bitteres Déjà-vu. Bereits in Squaw Valley (2017) und an den Olympischen Spielen 2018 war sie als Führende in die Entscheidung gegangen. Während in den Vereinigten Staaten das Out folgte, reichte es in Pyeongchang zumindest für die Silbermedaille.

Die weiteren Geschlagenen

Die Österreicherinnen gehen an diesen Titelkämpfen leer aus. Katharina Liensberger wurde als beste Athletin des ÖSV-Teams Vierte, verpasste die Medaille jedoch um 4 Zehntel. Olympiasiegerin Frida Hansdotter klassierte sich an der Heim-WM als Fünfte.

Die weiteren Schweizerinnen

Die beiden WM-Neulinge Aline Danioth und Elena Stoffel hatten einen schweren Stand. Die Urnerin Danioth (+ 5,17) fuhr auf Rang 15. Die Walliserin Stoffel schied bereits im 1. Lauf aus.

So geht es weiter

Am Sonntag geht die WM mit dem Slalom der Männer zu Ende. Am Dienstag steht für die Technikerinnen bereits das Parallel-Rennen in Stockholm (City-Event) an.

48 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Mischler  (oldie60)
    Schaut jemand gerade den Männer Slalom. Wie sagte ich gestern schon. Irgend etwas stimmt mental nicht bei Großanlässen. Vor allem bei schw. Sportlern/innen.
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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Das einige, was schade ist: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Norwegen mit dem Männer-Slalom nun die Schweiz im Medaillenspiegel überholen. Aber Wendy Holdener kann ja nicht gleich alle "Kastanien aus dem Feuer holen"! Vielleicht gelingt den Männern heute doch noch ein weiterer Exploit (nach demjenigen von Ramon Zenhäusern im Team-Event).
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  • Kommentar von Fäbsi Amon  (F.Am2003)
    Ich bin auch etwas entäuscht vorallem wegen den verpassten Medallien von Hildener und Feuz. Aber man muss auch sehen das es viele Junge Schweizer am Start waren an dieser WM oft stellten wir den Jüngsten. Zudem haben wir mit Meillard und Gisin zwei verletzte.
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