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Schweizer geschlagen «Dank» bescheidener Abfahrt: Pinturault holt Kombi-Gold

Der Franzose wird vor Sensationsmann Stefan Hadalin Weltmeister. Die Schweizer verpassen das Podest klar.

Das Podest

  • 1. Alexis Pinturault (Fr) 1:47,21 Minuten
  • 2. Stefan Hadalin (Slo) + 0,24
  • 3. Marco Schwarz (Ö) + 0,46

Alexis Pinturault hat die Gunst der Stunde genutzt und sich erstmals in seiner Karriere zum Weltmeister in der Kombination gekürt. Der Franzose hatte zwar in der verkürzten Abfahrt als 24. (+1,52 Sekunden) eine für seine Ansprüche bescheidene Leistung erbracht.

Die frühe Startnummer im Slalom spielte Pinturault jedoch perfekt in die Karten. Noch ehe der Schneefall in Are einsetzte, zauberte der 27-Jährige einen makellosen Slalom in den schwedischen Schnee. Die zweitbeste Laufzeit überstand Fahrer um Fahrer und bescherte Pinturault Gold. Bei immer prekärer werdenden Pistenverhältnissen waren die Speed-Spezialisten chancenlos, was für heftige Kritik sorgte.

Sensation Hadalin

Während der Weltmeister-Titel an einen der meistgenannten Favoriten ging, holte Stefan Hadalin völlig überraschend Silber. Der slowenische Slalomspezialist, im Weltcup noch nie besser als 8., eröffnete den Slalom bei idealen Bedingungen und übertrumpfte mit Laufbestzeit die gesamte Konkurrenz – mit Ausnahme von Pinturault.

Auf Rang 3 holte Marco Schwarz seine erste Medaille an einem Grossanlass. Der Sieger der Wengen-Kombi verlor nach ansprechender Abfahrt im Slalom 73 Hundertstel auf die Bestzeit.

Die Schweizer

  • 7. Mauro Caviezel + 0,86
  • 8. Luca Aerni + 1,02
  • 18. Carlo Janka + 2,13
  • 23. Niels Hintermann +2,30
  • 26. Sandro Simonet + 2,52

Im oberen Teil furios unterwegs, büsste Mauro Caviezel (8. nach der Abfahrt) unten noch viel Zeit ein. Er wurde als 7. bester Schweizer und meinte anschliessend: «Ich habe das Rennen in der Abfahrt verloren, nicht im Slalom.»

Titelverteidiger Luca Aerni hatte nach der Abfahrt (21.) frohlockt: «Jetzt ist vieles möglich.» Rückblickend wäre der Berner im Speedteil wohl lieber etwas langsamer gefahren. Musste er sich im Stangenwald doch bereits mit Schlägen und starkem Schneefall herumschlagen.

So geht's weiter

Einigen Fahrern ist nur eine äusserst kurze Pause beschieden, steht am Dienstag (16 Uhr) doch bereits der Teamevent auf dem Programm. Dort will die Schweiz als amtierender Olympiasieger nach der nächsten Goldmedaille greifen.

Für Swiss-Ski treten Ramon Zenhäusern, Wendy Holdener, Daniel Yule und Aline Danioth an. Simonet und Andrea Ellenberger gehören als Ersatzfahrer ebenfalls zum Aufgebot.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.02.2019, 15:40 Uhr

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Rinaldo Del-grande  (Rinaldino)
    Janka mag ein Staatssymbol sein aber in der NATi hat er schon lange nichts mehr verloren.
    Gerade er hat es noch nötig zu kritisieren
    1. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Dass Janka aufgrund seiner Resultate leider nicht mehr an einen Grossanlass gehört sei unbestritten. Nur mit Verlaub, die Kritik des Ex-Olympiasiegers, Ex-Weltmeisters war mehr als berechtigt.
  • Kommentar von Hans Peter  (Hanspeter97)
    Mit einer laufzeit von 38 Sekunden hätte man den slalomlauf auch in einer schneehalle in Dubai durchführen können statt auf diesem hang
  • Kommentar von Michael Peter  (Stoffel)
    Mauro Caviezel hat als einziger Abfahrer einigermassen mit den Slalomspezialisten mithalten können. Vieleicht wäre er bei einer Slalompiste, wie sie die ersten Fahrer vorgefunden hatten, aufs Podest gefahren. Meiner Meinung wurden die Abfahrer heute doppelt bestraft:

    1. Die Abfahrt war zu kurz und sehr einfach.
    2. Die Slalompiste hat schnell sehr stark nachgelassen.

    Obwohl die Kombination aus schweizer Sicht eine sehr erfolgreiche Disziplin ist, muss sie reformiert werden!
    1. Antwort von Peter Amthauer  (Peter.A)
      Und was wollen Sie genau reformieren?
      MfG