Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Thomas Tumler, Stéphane Cattin und Tom Stauffer stehen niedergeschlagen neben der Piste.
Legende: Im Abseits Thomas Tumler (zwei Ausfälle in Are) hadert neben Alpin-Direktor Stéphane Cattin (links) und dem Männer-Cheftrainer Tom Stauffer. Keystone
Inhalt

Slalom als letzter Ausweg Schweizer Männer stehen unter Zugzwang

Die Schweizer Männer hinken an der WM in Are den Frauen deutlich hinterher. Noch gewannen sie keine Medaille – es bleibt eine Chance.

Gegenüber den letzten Titelkämpfen in Are, die 2007 stattfanden, hat sich das Blatt um 180 Grad gewendet. Damals konnten die Frauen in den Einzel-Disziplinen nichts zur starken Ausbeute von 6 Podestplätzen beitragen.

Eine Medaille im Teamevent war vor 12 Jahren das Verdienst beider Geschlechter, was mit Gold auch heuer der Fall ist. Abgesehen davon gingen die Männer in den letzten 11 Tagen und 4 Rennen leer aus (und kamen nicht über 6 Top-Ten-Klassierungen hinaus).

Das ist aus mehreren Gründen aussergewöhnlich:

  • In der Überzahl: Das WM-Aufgebot von Swiss-Ski war mit 14 Männern und 8 Frauen bestückt. Quantität bürgt also nicht immer für Qualität.
  • Ewige Statistik: Von bislang 191 Mal WM-Edelmetall bis vor Are gingen 107 Exemplare – 56 Prozent – auf das Konto der Männer.
  • Oftmals ein Garant: Seit dem Co-Nuller in Bormio 2005 steuerten mit Ausnahme von Schladming 2013 (nur Super-G-Silber für Lara Gut) die Schweizer Fahrer stets mindestens eine Medaille bei. Noch klarer unterstreicht das bisherige Ungleichgewicht folgender Fakt: In dieser Zeitspanne wurde 24 Medaillen errungen und 15 von Männern gewonnen.

Abschneiden der Swiss-Ski-Männer seit dem Nuller in Bormio 2005

WM Jahr / Ort
Total CH Medaillen
MännerMedaillengewinner
2017 in St. Moritz
7
3
Gold: Beat Feuz (Abfahrt)
Gold: Luca Aerni (Kombi)
Bronze: Mauro Caviezel (Kombi)
2015 in Vail/Beaver Creek
32Gold: Patrick Küng (Abfahrt)
Bronze: Beat Feuz (Abfahrt)
2013 in Schladming
1
2011 in Garmisch-Partenkirchen
1
1
Silber: Didier Cuche (Abfahrt)
2009 in Val-d’Isère6
4
Gold: Didier Cuche (Super-G)
Gold: Carlo Janka (RS)
Silber: Didier Cuche (Abfahrt)
Bronze: Carlo Janka (Abfahrt)
2007 in Are
6
5
Gold: Daniel Albrecht (Kombi)
Silber: Daniel Albrecht (RS)
Bronze: Didier Cuche (RS)
Bronze: Bruno Kernen (Super-G)
Bronze: Marc Berthod (Kombi)

Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann nimmt die konträre Zwischenbilanz unaufgeregt zur Kenntnis. In erster Linie freut er sich über die «sensationellen Leistungen» von Wendy Holdener (Kombi-Gold) und Corinne Suter (2 Speed-Medaillen) sowie den WM-Titel im Teambewerb.

Im Speedbereich sind die Männer unter Wert geschlagen worden.
Autor: Urs LehmannSwiss-Ski-Präsident

Laut dem 49-Jährigen schwang vor allem beim 4. Rang in der Abfahrt von Disziplinen-Leader Beat Feuz (11 Hundertstel hinter dem Podest) Pech mit. «Im Speedbereich sind wir unter unserem Wert geschlagen worden. So vermitteln die Ergebnisse und Zwischenstände im Weltcup ein anderes Bild», sagt der Verantwortliche gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Legende: Video Lehmann: «Da wären wir gerne breiter aufgestellt» abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.02.2019.

Den Männern bleibt der Slalom vom Sonntag (ab 11:00 Uhr live auf SRF zwei) und somit eine Gelegenheit, um die mässige Bilanz aufzupolieren. Letztmals feierte in dieser Disziplin Silvan Zurbriggen 2003 als Dritter vor Heimpublikum eine Medaille. Gemäss Lehmann stehen die Chancen «gut bis sehr gut», um doch noch einen männlichen Vertreter in den Top 3 stellen zu können.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.02.2019 14:00 / 17:20 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.