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Legende: Video Feuz: «Verhältnisse waren nicht WM-würdig» abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus sportlive vom 09.02.2019.
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Verhältnisse «nicht WM-würdig» Grosses Kopfschütteln bei Feuz und Co.

Trotz Schneetreiben und Nebel wurde die WM-Abfahrt durchgeboxt. Ein Entscheid, der bei den Beteiligten nicht gut ankommt.

Eigentlich hätte die WM-Abfahrt um 12:30 Uhr lanciert werden sollen. Aufgrund des Nebels entschieden sich die Organisatoren aber, den Start um eine Stunde nach hinten zu verschieben. Geändert hatte sich in der Zwischenzeit aber kaum etwas. Das zumindest ist die Meinung der Schweizer Athleten:

  • Beat Feuz: «Das Warten hat nichts geändert. Der Schneefall wurde eher noch stärker. Und der Nebel kam auch. Ich kann den Entscheid nicht nachvollziehen.»
  • Carlo Janka: «Was wir da heute machten, ist am Limit. Aber man wusste ja schon, dass sie (die Rennleitung, Anm. d. Red.) das Rennen durchboxen wird.»
  • Niels Hintermann: «So zu starten ist schade. Ich muss mich jetzt erst mal abregen. Und dann hake ich den Tag ab.»

Trotz der verpassten Titelverteidigung zeigt sich Feuz im Ziel-Interview gelassen. Er könne den unbefriedigenden 4. Platz nur mit einem müden Lächeln verarbeiten. «Was kann ich schon machen? Ich habe alles gegeben, alles versucht. Ich muss jetzt darüber stehen und hoffen, dass wir im Weltcup wieder bessere Bedingungen vorfinden», so der Abfahrtsweltmeister von 2017.

Schweizer Speedcoach hadert

Auch Andy Evers hat kein Verständnis für den Entscheid der FIS-Jury, das Rennen nicht abzusagen. «Diese Bedingungen waren einer WM nicht würdig. Ein Highlight wie die WM-Abfahrt der Männer bei solchen Verhältnissen durchzuführen, ist einfach schade», betont der Schweizer Speedtrainer.

Evers weiss aber, dass es keinen Sinn macht, sich gross darüber aufzuregen. «Denn die Entscheide werden anderswo gefällt. Athleten und Trainer können das nicht ändern.»

Legende: Video Evers: «WM-Abfahrt bei diesen Bedingungen ist schade» abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
Aus sportlive vom 09.02.2019.

Reichelts Poker geht nicht auf

Zu den Verlierern der WM-Abfahrt gehört auch Hannes Reichelt. Dabei schien der Poker des österreichischen Routiniers zunächst aufzugehen. Reichelt hatte am Freitag absichtlich gegen das Reglement verstossen, um statt mit der Nummer 1 mit Nummer 46 ins Rennen zu starten.

Tatsächlich fand der 38-jährige Speed-Spezialist eine bessere Sicht vor als seine ärgsten Konkurrenten. Der Plan ging dennoch nicht auf: «Es war die richtige Entscheidung. Doch leider hatte ich einen dicken Patzer in meinem Lauf », analysierte Reichelt. Dieser habe ihn eine gute Platzierung gekostet. Am Ende resultierte Rang 29.

Legende: Video Reichelt: «War selber Schuld» abspielen. Laufzeit 03:10 Minuten.
Aus sportlive vom 09.02.2019.

Trotz den sicherlich grenzwertigen Bedingungen bleibt am Ende die Erkenntnis, dass während des gesamten Rennens ähnlich schlechte Verhältnisse herrschten. Und letztendlich stehen mit Kjetil Jansrud, Aksel Svindal und Vincent Kriechmayr drei Athleten auf dem WM-Podest, die man dort erwarten konnte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.02.2019, 11:50 Uhr

29 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Morger  (Rogmor)
    Heul, heul, wäre es ein CH-Doppelsieg geworden, hätten alle betont, dass der Skirennsport halt eine Outdoorveranstaltung ist usw... Das Rumgeheule geht gar nicht. Unter den ersten 6 sind nur Topfahrer, also herzliche Gratulation an die verdienten Medalliengewinner. Sie waren an diesem Tag die Besten. PUNKT!!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Eigentlich wollte ich im gleichen Sinn die gestrige "Schlechtwetter"-Abfahrt an der Ski-WM kommentieren, Herr Morger. Sie haben aber alles bereits richtig und klar "auf den Punkt gebracht": Trotz diesen widerlichen Umständen belegen die besten Abfahrer der Welt die ersten 10 Plätze der Schluss-Rangliste!
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    2. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      Ich stimme Ihnen zu. Es war keine Lotterie, nur die allerersten Startnummern waren von Nachteil und ein Glück, dass Reichelt die am Schluss viel besseren Bedingungen nicht nutzen konnte. Trotzdem ist es doch einfach äusserst schade, dass eine WM-Abfahrt auf verkürzter Strecke und bei solch schlechten Witterungsbedingungen über die Bühne gepaukt wurde. Freue mich aber trotzdem sehr für Jansrud und Svindal - tolle Story!
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Tom Stone)
    Das Rennen war für alle schwierig und an der Grenze. Aber es war keine Windlotterie. Lehmann hatte mal Glück so, Feuz heute Pech. Aber man kann nicht per se eine Medaille erwarten und fertig. Jansrud ist ein verdienter Weltmeister und Svindal mag hoffentlich jeder eine Medaille gönnen.
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    1. Antwort von Erich Singer  (liliput)
      Wer ist Lehmann?
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  • Kommentar von Christoph Mooser  (Milow)
    Schade um feuz. Eine Medaille hätten ihm wohl alle gegönnt. Leider wurde nichts daraus. Jetzt heisst es Mund abputzen und weitermachen.
    Glückwunsch an svindal. Sich so zu verabschieden hat schon was.
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