Das Podest
- 1. Marco Odermatt (SUI) 2:31,23 Minuten
- 2. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) +0,49 Sekunden
- 3. Léo Anguenot (FRA) +0,68 Sekunden
Er ist der Mann für die Rekorde: Mit seinem 5. Riesenslalom-Sieg in Serie schreibt Marco Odermatt in Adelboden einmal mehr Sport-Geschichte. Damit knackte der Nidwaldner den Uralt-Rekord von Ingemar Stenmark, der von 1979 bis 1982 viermal in Serie am Chuenisbärgli erfolgreich gewesen war und sich den Erfolg bis heuer mit Odermatt geteilt hatte.
Dabei sorgte der vierfache Gesamtweltcupsieger bereits im 1. Lauf für ein dickes Ausrufezeichen. Mit einer bestechenden Fahrt nahm Odermatt dem bisherigen Führenden Lucas Pinheiro Braathen rund eine halbe Sekunde ab. Diesen Vorsprung liess sich der 28-Jährige im 2. Durchgang nicht mehr nehmen. Er verwies Pinheiro Braathen und Léo Anguenot auf die Plätze zwei und drei.
Die Bedingungen am Chuenisbärgli waren herausfordernd. Heftiger Schneefall und getrübte Sicht machten das Rennen noch schwieriger, als es ohnehin schon ist. Nicht aber für Odermatt, der es gerne hat, «wenn es schwierig ist», wie er zur Halbzeit bereits im SRF-Interview klarmachte. Und es auch doppelt auf der Piste zeigte.
Eine bestechende Fahrt zeigte River Radamus, der den 2. Lauf eröffnet hatte. Fahrer um Fahrer scheiterten an der Bestzeit des US-Amerikaners, am Ende verbesserte sich der 27-Jährige um 23 Plätze.
Odermatt führt in drei Disziplinen
Somit übernimmt der Schweizer auch wieder die Führung in der Riesenslalom-Wertung. Vor dem Heimweltcup hatte er die für ihn ungewohnte Position des Jägers inne. Der bisherige Leader Stefan Brennsteiner (vor Adelboden 5 Punkte Vorsprung auf Odermatt) schied am Chuenisbärgli im 2. Lauf aus.
Odermatt geht also als Vierfachführender (Gesamtweltcup, Abfahrt, Super-G und Riesenslalom) in das Heimwochenende nach Wengen von nächster Woche.
Die weiteren Schweizer
- 6. Loïc Meillard
- 10. Luca Aerni
- 12. Thomas Tumler
- Out im 1. Lauf: Lenz Hächler (31.), Fadri Janutin (33.), Sandro Zurbrügg (47.), Livio Simonet (DNF)
Im Vorjahr klassierten sich gleich vier Schweizer in den Top Ten. Dieses Jahr sind es deren drei. Hinter Odermatt wurde Loïc Meillard als 6. zweitbester Schweizer. Luca Aerni beendete das Rennen auf dem 10. Platz, Thomas Tumler wurde am Ende 12. Einmal mehr eine gelungene Teamleistung der Gastgeber.
Meillard war als Halbzeit-10. der erste Fahrer, der die bestechende Zeit von Radamus knackte und durfte danach zwischenzeitlich auf dem Leaderthron Platz nehmen. Äusserst knapp nicht in den Entscheidungslauf hatten es Lenz Hächler und Fadri Janutin geschafft. Den beiden fehlten am Ende 5 resp. 13 Hundertstel.
So geht's weiter
Am Sonntag sind am Chuenisbärgli die Stangenkünstler gefragt, den Slalom sehen Sie wie gewohnt live bei SRF (1. Lauf ab 10:30 Uhr). Am kommenden Wochenende wartet in Wengen der nächste Heimweltcup auf die Schweizer. Am Freitag und Samstag gilt es für die Speed-Spezialisten im Super-G bzw. in der Lauberhornabfahrt ernst, am Sonntag steht der Slalom an. SRF überträgt alle Rennen live.