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Schladming 2013 Rolland siegt sensationell, Kamer verpasst Bronze

Marion Rolland hat die WM-Abfahrt in Schladming sensationell gewonnen. Die 30-jährige Französin siegte vor der ebenfalls überraschenden Nadia Fanchini. Nadja Kamer verpasste das Podest um 4 Hundertstel.

An Favoritinnen auf den Sieg hatte es nicht gemangelt, doch für die Dramaturgie auf der Planai zeichneten zwei Aussenseiterinnen verantwortlich. Die Italienerin Nadia Fanchini stellte mit der Startnummer 2 eine Zeit auf, die von keiner Fahrerin erreicht wurde – bis Marion Rolland als 22. sie um 0,16 Sekunden von der Spitze verdrängte.

Der 30-jährigen Französin liegt die Strecke in Schladming offensichtlich. Im vergangenen Frühling fuhr sie hier ihre einzigen beiden Weltcup-Podestplätze überhaupt heraus. Rolland wurde 2. in der Abfahrt und 3. im Super-G. Ein Sieg im Weltcup blieb ihr verwehrt. Bei einer WM hatte sie es noch nie auf ein Podest geschafft.

Erst im Ziel gute Gefühle

Rolland rang im Ziel nach Worten. «Ich wollte diese Medaille unbedingt. Entsprechend glücklich bin ich», freute sich die Französin. Trotz ihrer Erfolge verbindet sie mit der Piste aber keine ungetrübte Liebe: «Ich wusste aus den Trainings, dass das Gefühl nicht besonders gut sein würde. Es galt, bis zum letzten Tor konzentriert auf den Skiern zu stehen.»

Fanchini trauerte dem verpassten Sieg nicht nach. «Im oberen Teil habe ich einige Fehler gemacht, da fuhren viele Athletinnen schneller. Trotzdem ist es ein unglaublicher Tag für mich, mehr kann ich mir eigentlich nicht wünschen.»

Kamer hauchdünn geschlagen

Hinter Rolland und Fanchini holte die Deutsche Maria Höfl-Riesch WM-Bronze - hauchdünn vor Nadja Kamer. Die Schwyzerin verpasste ihr erstes WM-Podest nur um 4 Hundertstel. Auf die überraschende Siegerin verlor Kamer 0,74 Sekunden.

«Als Höfl-Riesch im Klassement vor mich fuhr, dachte ich, dass es nicht für eine Medaille reichen würde», meinte eine enttäuschte Kamer im Zielraum. Die Schweizerin haderte auch mit den schlechten Sichtverhältnisssen, welche während ihrer Fahrt geherrscht hatten. Höfl-Riesch pflichtete ihr bei: «Die Sichtverhältnisse waren unterschiedlich und haben die ohnehin schon schwere Strecke noch anspruchsvoller gemacht.»

Die meisten Fahrerinnen büssten auf dem zweiten, eisigen Teil der Planai viel Zeit auf die Spitze ein. So auch Lara Gut, welche die Top 10 mit knapp 2 Sekunden Rückstand ebenso klar verpasste wie Marianne Kaufmann-Abderhalden. Die beiden Schweizerinnen klassierten sich auf den Plätzen 16 und 20.

Weitere Enttäuschung für Österreich

Eine weitere Enttäuschung setzte es für die Ausrichter-Nation Österreich ab. Mitfavoritin Anna Fenninger fand die schnelle Linie nie, verlor kontinuierlich viel Zeit und belegte Rang 11.

Gisin stürzt schwer

Die schwierige Piste, die härter präpariert war als im Weltcup üblich, forderte ihren Tribut. Zu den zahlreichen gestürzten Fahrerinnen zählte auch die Schweizerin Dominique Gisin.

Die Engelbergerin verlor die Kontrolle über ihren Aussenski, prallte in die Netze und zurück auf die Piste. Gisin wurde zur Untersuchung ins Spital gebracht, sie klagte über Schmerzen in der Hand.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik, SZ
    Wiedereinmal Pech für die Schweiz und einmal mehr glück für Deutschland :-( Trotzdem gut gemacht Nadja und GUTE BESSERUNG DOMINIQUE
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  • Kommentar von häbetornig, Münsingen
    Warum einzelne Teilnehmer kaum je zur Sache schreiben, sondern nur auf anderen Schreibenden rumhacken ist völlig unverständlich. Es gibt wohl persönliche und pointierte Kommentare, diesen aber völlig herablassend zu entgegen ist nicht Sinn der Sache. Man fühlt sich fast wie in der Sendung Arena und versucht sich zu errinern woher dieser Pöbelstil ursprünglich stammte. Na ja, vielleicht sollten einzelne Kritiker die Kommenatre meiden, wenn nur bedingsloser Applaus für das CH-Team gewünsc...
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  • Kommentar von giorgio, zürich
    am beispiel von Marion Rolland sieht mann, wie nahe hohn und bewunderung liegen. Vor 2 jahren wurde sie nach ihrem "startsturtz" noch verhöhnt und ausgelacht und heute wird sie bewundert. Darum respekt vor allen die an der WM teilnehmen, ob sie siegen oden "leider" nicht. Sie alle geben immer ihr momentan besstes.
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