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In Gedenken an die jung verstorbene Schweizer Skilegende Edy Reinalter
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
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Er würde 100-jährig am 24.12. Edy Reinalter: Noch immer einziger Schweizer Slalom-Olympiasieger

1948 war's, als Edy Reinalter bei den Winterspielen einen bis heute historischen Erfolg für das Schweizer Skiteam herausgefahren hat. Wir erinnern uns.

Edy Reinalter – getauft auf den Namen Romedi – erblickte am 24. Dezember 1920 das Licht der Welt. Wäre der Bündner nicht schon im Alter von erst 41 Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommen, könnte er am diesjährigen Heiligabend vielleicht seinen 100. Geburtstag feiern.

Reinalter erlebte auf der Skipiste noch die Ära mit den Holzlatten und dem Amateurstatus. An den Olympischen Spielen 1948, den ersten alpinen Titelkämpfen nach dem 2. Weltkrieg, die darum auch als WM zählten, schlug die sportlich grösste Stunde des gelernten Mechanikers.

Zuerst der Aufstieg, dann der verhängnisvolle Unfall

Unweit seiner Haustüre in St. Moritz preschte der Lokalmatador im 2. Lauf des Slaloms vom 3. Zwischenrang ganz an die Spitze vor. Im Ziel hatte Reinalter eine halbe Sekunde Vorsprung herausgefahren. Er ist bis heute der einzige männliche Olympiasieger aus der Schweiz in dieser Disziplin.

Eine Schwarz-Weiss-Aufnahme mit dem Siegerkuss zwischen einem jungen Paar.
Legende: Das verdiente Siegerküsschen Edy Reinalter wird auf dem Olympiapodest von der Amerikanerin Gretchen Fraser beglückwünscht. Keystone

Geld gab es zu jener Zeit noch keines für den Gold-Coup. Dafür Ruhm und Ehre: Reinalter durfte fortan als Berufs-Skilehrer seine Brötchen verdienen, und er wurde ins Ortsparlament an seinem Wohnort St. Moritz gewählt.

Hören Sie im oben eingebetteten Audio-Beitrag, warum Reinalter jung verstarb und ihm ausgerechnet seine Passion als Jäger zum Verhängnis geworden ist.

Radio SRF 1, «Morgengespräch», 23.12.2020 06:20 Uhr;

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