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FIS-Präsident vor Saisonstart Kasper: «Wir sind am Limit»

Die hohe Anzahl alpiner Wettbewerbe in der am Samstag beginnenden Saison 2019/20 sorgt nicht nur beim FIS-Präsidenten für Gesprächsstoff.

Gian Franco Kasper.
Legende: Ist sich des Problems bewusst Gian Franco Kasper. Keystone

Bei den Alpinen stehen in dieser Saison insgesamt 87 Wettbewerbe im Kalender: 45 bei den Männern, 41 bei den Frauen, dazu ein Teamwettbewerb. Das sind 2 mehr als im vergangenen Winter, als im Weltcup 74 Wettbewerbe ausgetragen wurden, dazu 11 bei der WM im schwedischen Are.

In diesem Winter finden keine WM oder Olympischen Spiele statt. Dafür werden im Februar im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking die ersten Weltcup-Rennen in China ausgetragen.

Kasper weist Kritik teilweise zurück

«Es ist keine Frage, wir sind am Limit», gestand Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Ski-Verbandes FIS, vor dem Saisonauftakt am Wochenende in Sölden. Für die Athleten sei es «schwierig». Gleichzeitig wies der Bündner die Kritik teilweise zurück: «Die FIS ist nicht da, um die Rennen zu verhindern, sondern zu veranstalten.»

Wenn ich mir den Rennkalender anschaue, sehe ich meine Frau vielleicht 5 Tage im ganzen Winter.
Autor: Christian SchwaigerMänner-Cheftrainer Deutschland

Auch von den Ski-Stars und Trainern gab es Reaktionen zur Problematik. «Es scheint so, dass es jedes Jahr mehr und mehr Rennen werden», sagte Dominatorin Mikaela Shiffrin (USA) in Sölden. Für den neuen deutschen Männer-Cheftrainer Christian Schwaiger sei es ein «Wahnsinn», bei diesem Programm 4 Disziplinen zu betreuen: «Wenn ich mir den Rennkalender anschaue, sehe ich meine Frau vielleicht 5 Tage im ganzen Winter.»

Auch Maier und Knauss klagen

Zuvor hatte unter anderem Österreichs «Herminator» Hermann Maier, einst in drei Disziplinen erfolgreicher Doppel-Olympiasieger von 1998 und mehrfacher Gesamtweltcupsieger, über die «inflationäre» Entwicklung geklagt. Der ehemalige österreichische Ski-Rennläufer und heutige TV-Experte Hans Knauss sagte: «Es ist ja verrückt. Es ist zu viel, auch für die Zuschauer.»

Schlankeres Programm bei anderen Sportarten

Im Vergleich zu anderen Wintersportarten haben die Alpinen die grösste Belastung. Der Kalender der Skispringer umfasst insgesamt 59 Wettbewerbe. Die Biathleten sollen inklusive der 12 WM-Rennen, die zum Weltcup zählen, 68 Wettbewerbe bestreiten. Die Langläufer kommen auf jeweils 35 Einzelrennen.

Video
Vor dem Saisonstart: Wer kann Hirscher beerben?
Aus Sport-Clip vom 23.10.2019.
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Sendebezug: Morgengespräch, Radio SRF 1, 25.10.19, 6:20 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Wullschleger  (uwullschleger)
    Die Analyse ist etwas irreführend...
    Für einen eichtigen Vergleich sollten sie nur die Anzahl Wettkämfe pro Geschlecht angeben.
    45 Wettkämpfe für die Männer erachte ich nicht als zuviel, da derzeit kein Athlet mehr alle Disziplinen mehr fährt.
    Es gibt einige, die gar nur Slalom fahren, da sind es dann gerade mal 12 Rennen im Weltcup!
    Das sind Profi-Sportler!
    Selbst wenn sie 2-3 Disziplinen fahren, sind es immer noch weniger Einsätze als in den meisten anderen Sportarten.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Da geht es auch um den Finanziellen und Logisitschen Aufwand. Die vielen Reisen, das ein und auspacken. Schlafstörungen durch die Zeitverschiebung. Da ist aber auch immer noch das Material, das muss auch immer wieder neu Abgestimmt werden. Und wenn man vorne mitmischen will ist der Aufwand nochmals grösser, dann die vielen Termine (Presse) neben dem Rennen. Und zu den Technikern die ihrer Meinung z.B. nur 12 Slaloms bestreiten. Nein, die meisten von denen Starten auch noch im Europacup.
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