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Odermatts Trumpf im Kampf um den Gesamtweltcup
Aus Sport-Clip vom 30.09.2021.
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Freude bei Odermatt FIS schafft Chancengleichheit unter den Disziplinen

Im Kampf um den Gesamtweltcup waren die Techniker gegenüber den Speedspezialisten zuletzt im Vorteil. Neu herrscht Ausgewogenheit unter den Disziplinen.

Die Gewinner der grossen Kristallkugeln im Winter 2020/21 hiessen Alexis Pinturault (FRA) und Petra Vlhova (SLK). Die Stärken beider Champions liegen in der Technik-Sparte.

Deshalb hat der Ausgang eine Logik. Denn in der letzten Alpin-Saison gab es ein Missverhältnis, was die Anzahl der Disziplinen betrifft:

  • Bei den Frauen fanden zusammengezählt 18 Riesenslaloms und Slaloms (inkl. 1 Parallelrennen) statt, hingegen nur 13 Abfahrten und Super-G.
  • Bei den Männern war die Diskrepanz (auch wegen Rennabsagen) noch grösser. Am Schluss kamen 22 Technik- und 13 Speed-Events in die Wertung.

Der Aufschrei war heftig ob diesen Abweichungen. Die Athletinnen und Athleten, die vor allem auf den schnellen Latten unterwegs sind, zweifelten die Fairness an. Mit Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt waren im letzten Winter eine Schweizerin und ein Schweizer besonders von diesem Missverhältnis betroffen. Im Gegensatz zu Vlhova und Pinturault bestreiten die beiden keine Slaloms, deshalb waren sie im Kampf um die grosse Kristallkugel klar im Nachteil.

Alexis Pinturault und Petra Vlhova jubeln auf dem Podest.
Legende: Die amtierenden Gesamtweltcup-Sieger Alexis Pinturault und Petra Vlhova holten die grossen Kugeln – künftig erhalten die Techniker nicht mehr ganz so viele Startgelegenheiten. Reuters

Der internationale Skiverband FIS nahm nun bei der Ausarbeitung des neuen Kalenders auf die Kritik Rücksicht – und schafft Chancengleichheit.

Anzahl Frauen-Rennen pro Disziplin


Saison 2021/22Saison 2020/21
Abfahrt
9
7
Super-G
9
6
Riesenslalom
9
8
Slalom
9
9
Parallelrennen
1
1

Anzahl Männer-Rennen pro Disziplin


Saison 2021/22
Saison 2020/21
Abfahrt
11
7
Super-G
7
6
Riesenslalom
8
10
Slalom
10
11
Parallelrennen
1
1

Odermatt freut sich über die Anpassungen: «Das ist für mich, der auch in den Speeddisziplinen zuhause ist, sicher ein Vorteil gegenüber Pinturault oder vielleicht auch Loïc Meillard.» Ihm ist allerdings auch klar, dass das Wetter einen grossen Einfluss auf den Kalender hat und die schnellen Weltcup-Disziplinen deutlich abhängiger sind von den äusseren Bedingungen. «Die Rennen müssen dann auch alle stattfinden, sonst sieht es schon wieder anders aus.»

Die Chancen Odermatts auf den Gewinn des Gesamtweltcups dürften im kommenden Winter jedenfalls noch einmal grösser sein. «Nach der letzten Saison ist es sicher ein Ziel. Aber da muss sehr viel zusammenpassen.» Die Ski-Saison 2021/22 beginnt am 23. und 24. Oktober mit dem traditionellen Riesenslalom in Sölden (AUT) auf dem Rettenbachgletscher.

Speed-Rennen in Kanada auf der Kippe

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Weil in Kanada nur einreisen darf, wer doppelt geimpft ist, sollen die Speedbewerbe in Lake Louise (Männer vom 26. bis 28.11., Frauen vom 3.12. bis 5.12.) auf der Kippe stehen. Grund dafür: In manchen Ländern dürfen Genesene nur eine Impfung erhalten – nicht genug für die kanadischen Gesundheitsbehörden. Da so mehrere Fahrer (z.B. auch Alexis Pinturault) nicht einreisen dürften, steht eine Absage im Raum.

SRF zwei, sportflash vom 29.09.21, 20:00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herr Spuhler, das Wetter ist für "alle gleich" und hat nichts mit der Disziplinen Verteilung zu tun!
    1. Antwort von Hans Vetsch  (Psan)
      Das Wetter mag für alle gleich sein, aber das gleiche Wetter bedeutet nicht für alle Disziplinen das gleiche. In einem Wetter, in dem keine Abfahrt oder kein Super G durchgeführt werden kann, wäre ein Slalom oftmals kein Problem. Eine Wetterlage bei der ein Slalom nicht durchgeführt werden kann, ein Speed Rennen aber schon, wäre mir allerdings nicht bekannt.
    2. Antwort von Marc Nager  (Manager)
      Herr Heusser, Odermatt erklärt das mit dem Wetter für die weniger Sattelfesten doch oben im Artikel ausführlich… Speedrennen fallen bei schlechtem Wetter viel häufiger aus, als Slaloms. Folglich wird auch weiterhin eine Diskrepanz zwischen Technik- und Speeddisziplinen bestehen bleiben. Leider. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
  • Kommentar von Hans Vetsch  (Psan)
    Die deutlich bessere und einfachere Lösung wäre eine rein rechnerische: Für den Gesamtweltcup werden die gewonnenen Punkte pro Disziplin durch die Anzahl stattgefundener Rennen geteilt. Damit wäre dem Wetter ebenfalls Rechnung getragen und die Ausgestaltung des Rennkalenders wäre auch einfacher (da es schwieriger ist Speedrennen durchzuführen).
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Der Vorschlag hat sicher etwas für sich, wurde bestimmt auch schon diskutiert. Aber er hat auch Nachteile. Beispielsweise ändert sich dann für Fahrerinnen und Fahrer die aus egal welchem Grund an einem Rennen nicht teilnehmen können trotzdem die Punktzahl, und zwar "rückwärts", da dieselbe erreichte Punktzahl danach durch 1 Rennen mehr zu teilen wäre.
      Das macht die Verfolgung der Resultate der Idole für den Fan entlang der Saison extrem komplex.
    2. Antwort von Fäbsi Amon  (F.Am2003)
      Ok das heisst derjenige der sölden gewinnt hat die grosse kugel auf sicher wenn er keine rennen mehr bestreitet?
    3. Antwort von Fäbsi Amon  (F.Am2003)
      Ok das heisst derjenige der sölden gewinnt hat die grosse kugel auf sicher wenn er keine rennen mehr bestreitet?
    4. Antwort von Daniel Danielson  (DaDa.)
      Absolut das Beste, Fairste und Einfachste. Wohl zu einfach für die FIS.
  • Kommentar von Martin Alig  (skibegeistert)
    Der Ansatz der FIS für eine gerechtere Wertung für den Gesammtweltcup geht meines Erachtens sicher in die richtige Richtung.

    Wenn jedoch das Wetter nicht mitspielt und Speedrennen nicht stattfinden noch nachgeholt werden können entsteht eine Ungleichheit der Wertung.

    Um auch obgenanntem Rechnung zu tragen, müsste somit bei ausgefallenden Rennen (auch Slalom und Riesenslalom), eine entsprechende Gewichtung der einzelnen Disziplinen erfolgen anhand der Anzahl durchgeführten Rennen.
    1. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      Ich finde es richtig und wichtig, dass gleich viele Rennen geplant werden. Wenn wegen des Wetters Rennen abgesagt werden und dadurch eine Ungleichheit entsteht, sollte man das sportlich akzeptieren.
    2. Antwort von Martin Alig  (skibegeistert)
      @ Markus Hunziker: Das wäre ja gerade der unsportliche Aspekt, wenn das Wetter entscheide bezüglich für die Wertung massgebend wäre.