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Swiss-Ski formt seinen Nachwuchs
Aus sportpanorama vom 28.02.2021.
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Schweizer Erfolgshunger Was folgt auf die Medaillengewinner von Cortina?

Nach den Schweizer WM-Festspielen in Cortina d’Ampezzo gilt es, schon jetzt die nächste Generation zu fördern.

9 WM-Medaillen haben die Schweizer Skirennfahrerinnen und Skirennfahrer in Cortina d’Ampezzo geholt. Das sind so viele wie seit 32 Jahren nicht mehr, als in Vail und zwei Jahre zuvor in Crans Montana eine goldene Generation rund um Pirmin Zurbriggen und Vreni Schneider 11 respektive 14 WM-Medaillen holte.

Nach den Rücktritten dieser Schweizer Stars dominierte über drei Jahrzehnte lang Österreich den Skirennsport. Doch nun ist die Schweiz zurück an der Spitze der Nationenwertung. Damit das so bleibt, investiert Swiss-Ski sehr viel in den Nachwuchs.

Der Fokus gilt der U16

Dass die Schweiz heute wieder ganz oben steht, ist das Resultat sorgfältiger Aufbau-Arbeit. Seit rund 15 Jahren setzt Swiss-Ski in der Nachwuchsförderung auf regionale und nationale Leistungszentren. Es ist die Basis des heutigen Erfolgs.

Der Sport ist sehr dynamisch: Man muss sich ständig anpassen und flexibel sein.
Autor: Hans FlatscherCheftrainer Nachwuchs

«Die Athleten, die heute Erfolge feiern, sind durch diese Nachwuchsstrukturen gegangen», sagt Hans Flatscher, Cheftrainer Nachwuchs bei Swiss-Ski. «Das zeigt, dass unsere Nachwuchsförderung richtig ist und viel Gutes hat. Doch es ist enorm wichtig, dass man diese Strukturen optimiert und nicht einfach so belässt, bis es nicht mehr geht. Der Sport ist sehr dynamisch: Man muss sich ständig anpassen und flexibel sein.»

Wichtig sei es nun, dass man vermehrt in die U16 investiere, so Flatscher: «Wenn man Topathleten analysiert, fällt auf, dass die meisten von ihnen schon auf Ranglisten von Schülerrennen ganz vorne zu finden waren. Das zeigt, wie wichtig die Jahre im Alter von 12 bis 16 sind. Die Grundausbildung, die ein Skiklub oder ein Regionalverband macht, ist entscheidend für die Zukunft.»

Sobald man ab 16 Jahren in FIS-Rennen gegen die internationale Konkurrenz antreten darf, sollte der Anschluss an die Weltspitze gefunden werden. Da habe die Schweiz allerdings im Moment noch Potential: Zu viele Athleten finden auf dieser Altersstufe den Anschluss erst später.

Zuversichtlich in die Zukunft

Nachdem die Schweiz die Führung der Nationenwertung vor 30 Jahren für lange Zeit an Österreich abgeben musste, fragt man sich heute: Kann der aktuelle Schweizer Ski-Nachwuchs einst in die grossen Fussstapfen der Medaillengeneration von Cortina treten?

«Wenn wir uns weiterhin hinterfragen und verbessern und das über Jahre hinweg, dann bin ich überzeugt davon. Und ich sehe keinen Grund, weshalb wir diesen Erfolg, diese Geschwindigkeit, nicht halten können», weiss Flatscher die Ski-Schweiz zu beruhigen.

SRF zwei, sportpanorama, 28.2.2021, 19:00 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Tom Stone)
    Ansetzen muss man vor allem bei der Ausbildung. Sportgymnasium oder KV funktionieren für LEistungssportler schon ganz gut. Aber es gibt viel zu wenige Anbieter von Sportlerlehren, weshalb genau im angesprochenen Alter zu viele Talente mit dem Leistungssport aufhören (müssen). Und nicht nur im Skisport. Es wäre wichtig, dass die Verbände sich hier zusammenschliessen und Sportarten übergreifend Lösungen suchen.