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Lehmann: «OK und Politik müssen ihre Hausaufgaben machen»
Aus Sport-Clip vom 22.05.2020.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 49 Sekunden.
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Wie weiter mit dem Lauberhorn? Lehmann: «Wir wollen eine Lösung, aber nicht um jeden Preis»

Swiss-Ski strebt nach einer Einigung mit dem Wengen-OK und präsentiert dafür einen Drei-Punkte-Plan.

An einem kurzfristig anberaumten Medientermin hat Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann Stellung zur «Causa Wengen» genommen. Gleich zu Beginn stellte er klar, welch immense Bedeutung die Weltcup-Rennen im Berner Oberland für die Schweiz haben. «Wengen ist wichtig für den Schweizer Sport und für den Tourismus. Wengen hat aber auch ein Problem, das es zu lösen gilt», sagte Lehmann einleitend.

Drei Punkte für die Rettung?

Streitpunkt sei die finanzielle Forderung des Lauberhorn-OKs, die Swiss-Ski so nicht akzeptieren könne. Gerichtlich werde vom Verband eine Million Franken eingefordert. «Das können und wollen wir langfristig nicht bezahlen», stellte Lehmann klar.

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«Eine Million wäre für uns fatal»
Aus Sport-Clip vom 22.05.2020.
abspielen. Laufzeit 51 Sekunden.

Der Verbandspräsident präsentierte einen Drei-Punkte-Plan, damit die beliebten Weltcuprennen auch in Zukunft stattfinden können:

  • 1. Bessere Vermarktung: Es sei zentral, dass die «riesige Kiste Lauberhorn» – Budget zwischen 7 und 8 Millionen Franken – in Zukunft professioneller vermarktet wird. «Was die technische Organisation angeht, verfügt das Wengen-OK über die Besten der Welt. Auf der kommerziellen Seite gibt es aber Defizite. Das OK ist weder personell noch vom Gedankengut her stark genug aufgestellt, um diesen Herausforderungen alleine entgegentreten zu können. Hier möchte Swiss-Ski Hand bieten», so Lehmann.
  • 2. Defizitgarantie: Die Unterstützung der öffentlichen Hand sei unabdingbar, so der 51-Jährige. Er fordert eine Defizitgarantie im Umfang von 500'000 Franken. Gemeinsam mit dem OK gelte es nun, das Gespräch mit der Politik zu suchen, um die nachhaltige Durchführung der Rennen sichern zu können.
  • 3. Unterstützung durch Swiss-Ski: Werden die «Hausaufgaben» bei den Punkten 1 und 2 gemacht, sei die Basis gelegt. Sollte es dennoch einmal zu einem finanziellen Engpass kommen – weil beispielsweise ein Rennen ausfällt – dann möchte Swiss-Ski mit maximal 100'000 Franken Hand bieten.

Grundlage für die weitere Verfolgung des gemeinsamen Ziels sei es, dass die vom Wengener OK platzierte finanzielle Forderung hinfällig wird.

Treffen mit Bundesrätin Amherd

Am kommenden Donnerstag trifft sich Lehmann mit dem OK, um das weitere Vorgehen zu erläutern. Am Nachmittag steht ein Besuch bei Bundesrätin Viola Amherd auf dem Programm. Spätestens dann dürfte bezüglich Zukunft der Lauberhorn-Rennen mehr Klarheit herrschen.

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Kommt's zum «Happy End» im Lauberhorn-Streit?
Aus Sportflash vom 22.05.2020.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 59 Sekunden.

Radio SRF 3, Nachrichten, 20.05.2020, 13:40 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Wann verschwindet dieser Lehmann als Swiss Ski Präsident; nur auf grosser Luftheuler sonst nichts. Aber bitte nicht als neuer FIS Präsident, denn der „Kasperli“ hat schon gereicht dort.
  • Kommentar von Hans Peter Dietrich  (Hans Peter)
    Was soll dieses Schmierentheater der beiden Herren? Brauchen wohl ein bisschen Medienpräsenz in der sportlosen Zeit!
  • Kommentar von Günter Rieker  (guedi)
    @SRF: Danke, dass ihr auf diesen Konflikt aufmerksam gemacht habt. Ohne die Entrüstung der CH-Skifans hätte sich Swiss-Ski nicht bewegt.