Das Podest
- 1. Paco Rassat (FRA) 1:51,22 Minuten
- 2. Atle Lie McGrath (NOR) +0,18 Sekunden
- 3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,20
Der Franzose Paco Rassat hat zum ersten Mal den Slalom von Adelboden für sich entschieden. Der 27-Jährige zeigte im 2. Lauf den mutigsten Auftritt aller Athleten. Das Risiko zahlte sich aus. Dank Laufbestzeit machte Rassat den entscheidenden Sprung vom 4. auf den 1. Rang. Weder der Finne Eduard Hallberg (am Ende 6.) noch die beiden Norweger Atle Lie McGrath und Henrik Kristoffersen konnten den Franzosen überholen.
Kristoffersen hatte nach seiner Halbzeitführung auf seinen 3. Triumph am Chuenisbärgli gehofft. Doch schlussendlich wurde daraus nichts. Zwei Zehntel fehlten ihm auf den entfesselten Rassat, auch Landsmann McGrath schob sich noch um zwei Hundertstel vor den Routinier. Schon zum dritten Mal fuhr McGrath damit in Adelboden auf den 2. Rang.
Rassat wurde durch seinen Sieg nicht nur zum Nachfolger von Landsmann Clément Noël, sondern auch zum Führenden in der Disziplinenwertung. Er ist auch der 8. Sieger aus den letzten 8 Austragungen – ein Slalom-Sieg am Chuenisbärgli bleibt eine schwierige und spezielle Angelegenheit.
Die Schweizer
- 8. Tanguy Nef +0,70
- 15. Ramon Zenhäusern +1,82
- 24. Marc Rochat +2,83
- 26. Daniel Yule +3,09
- Out im 2. Lauf: Loïc Meillard
Als 5. des 1. Laufs hatte Loïc Meillard mit mindestens einem Auge auf das Podest geschielt, vor allem, weil dem Walliser nur 9 Hundertstel auf das Podium fehlten. Im 2. Lauf dauerte sein Auftritt dann allerdings nicht lange. Meillard fädelte ein und nahm dem frenetischen Publikum damit die letzte Hoffnung auf einen Schweizer Podestplatz beim Heimslalom.
Bester Schweizer war Tanguy Nef als 8. Der 29-Jährige gewann im Entscheidungslauf noch eine Position und stellte damit seine Konstanz weiter unter Beweis. In vier der letzten fünf Rennen fuhr Nef in die Top 10, nur einmal schied er aus.
Ein kleiner Befreiungsschlag gelang Ramon Zenhäusern. Nach einem durchzogenen Saisonstart fuhr der Walliser auf den 15. Schlussrang. Gleich 11 Positionen machte der 33-Jährige in der Entscheidung dank der zweitbesten Laufzeit noch gut. In die andere Richtung ging es für Marc Rochat (24.) und Daniel Yule (26.), die beide nach hinten durchgereicht wurden.
So geht's weiter
Auch die nächste Weltcup-Station liegt in der Schweiz. Am kommenden Wochenende steht Wengen auf dem Programm. Am Freitag steigt der Super-G, am Samstag die Abfahrt und zum Abschluss am Sonntag der Slalom. Bei SRF sind Sie wie gewohnt bei allen Rennen mit dabei.