«Wenn ich nicht in zuhause in Samnaun unterwegs bin, werde ich auf der Strasse kaum erkannt», konstatiert der heute 52-Jährige ohne Wehmut. Für Aussenstehende zählte der damalige Überraschungssieger zum 2. Glied der Schweizer Ski-Nati, intern aber wusste man um seine Fähigkeit, Widerstände zu überwinden.
1985 gehörte er zu den Rebellen im Schweizer Team, die Cheftrainer Karl Frehsner attackierten. 1986 stürzte Hangl in Zermatt in eine Gletscherspalte und schwebte in Lebensgefahr. Mit ausgebreiteten Armen über dem Abgrund hängend, befreite er sich vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus der Bredouille.
Im Januar 1989 erlitt der Unterengadiner bei 3 Stürzen Hand- und Knieverletzungen, um sich kurz darauf im WM-Super-G ein weiteres Mal als Stehaufmännchen zu erweisen: «Ich habe beim Damen-Rennen gesehen, dass auch Ulrike Maier mit der Startnummer 1 und mit dem gleichen Ski gewonnen hat. Das hat mich motiviert.»