Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung 2. Super-G in St. Moritz
Aus Sport-Clip vom 12.12.2021.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 44 Sekunden.
Inhalt

2. Super-G in St. Moritz Gut-Behrami stürzt – Italienerinnen feiern Doppelsieg

Die Tessinerin rast mit bester Zwischenzeit in die Fangzäune. Brignone gewinnt das Rennen vor Curtoni.

Der Sturz

«Du siehst einfach nichts», sagte die Österreicherin Christine Scheyer ihrer Landsfrau Tamara Tippler im Ziel entnervt. Beide waren sie beim 2. Super-G in St. Moritz ausgeschieden. Tatsächlich gab es einige «blinde Tore», die für die Athletinnen erst ganz spät zu sehen waren. Hinzu kam der starke Rückenwind, der noch mehr Speed erzeugte.

Dies wurde auch Lara Gut-Behrami zum Verhängnis. Die Siegerin des 1. Rennens am Samstag fuhr eine gewohnt direkte Linie und war mit Bestzeit unterwegs. Kurz nach dem letzten Steilhang erwischte sie die Linkskurve nicht und flog in die Fangnetze. Nach einigen Minuten Pflege konnte die Tessinerin eigenständig ins Ziel fahren. Für die 30-Jährige war es der 1. Ausfall in einem Super-G seit dem 20. Januar 2019 in Cortina d’Ampezzo.

Am frühen Nachmittag gab Swiss-Ski eine erste Diagnose bekannt: Gut-Behrami erlitt einen schweren Schlag auf die Schulter und einen Schock.

Video
Gut-Behrami stürzt in die Fangnetze
Aus Sport-Clip vom 12.12.2021.
abspielen. Laufzeit 56 Sekunden.

Das Podest

  • 1. Federica Brignone (ITA) 57,81 Sekunden
  • 2. Elena Curtoni (ITA) +0,11 Sekunden
  • 3. Mikaela Shiffrin (USA) +0,43

In Abwesenheit der Super-G-Dominatorin im Schlussklassement – Gut-Behrami gewann zuvor 6 der letzten 8 Rennen in dieser Disziplin – war es nicht etwa Sofia Goggia, die zum Handkuss kam. Die Italienerin hatte die ersten 3 Speed-Rennen in Lake Louise für sich entschieden und am Samstag Platz 2 belegt. Dafür sprangen ihre Landsfrauen in die Bresche. Federica Brignone gewann vor Elena Curtoni. Ein rein italienisches Treppchen verhinderte Mikaela Shiffrin (USA) mit ihrem 112. Podestplatz. Goggia musste mit Position 6 vorliebnehmen.

Video
Brignone holt mit einer tadellosen Fahrt den Super-G-Sieg
Aus Sport-Clip vom 12.12.2021.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 40 Sekunden.

Die Schweizerinnen

  • 7. Jasmine Flury +0,82
  • 10. Michelle Gisin +0,98
  • 12. Joana Hählen +1,19
  • 14. Priska Nufer +1,30
  • 16. Stephanie Jenal +1,55
  • 22. Wendy Holdener +1,79
  • 26. Corinne Suter +2,02
  • 33. Noémie Kolly +2,39
  • 34. Jasmina Suter +2,40
  • 42. Nathalie Gröbli +3,24
  • Ausgeschieden: Gut-Behrami
  • Das grösste Schweizer Glanzlicht am Sonntag war Jasmine Flury, die mit Startposition 28 auf den starken 7. Rang sauste. Auch Michelle Gisin zeigte eine gute Fahrt, mit der sie zwischenzeitlich in Führung ging. Am Ende schaute der 10. Platz für die Engelbergerin heraus. Joana Hählen und Priska Nufer verpassten eine Top-10-Klassierung knapp. Glücksgefühle gab es bei Stephanie Jenal, die mit ihrem 16. Platz zum ersten Mal in ihrer Karriere Weltcup-Punkte sammeln konnte.

Die Bedingungen

Im Vergleich zum Samstag herrschte am Sonntag in St. Moritz Kaiserwetter. Doch es gab einen Haken: der Wind. Dieser blies dermassen stark, dass das Rennen mit 40-minütiger Verspätung und vom Reservestart durchgeführt wurde.

So geht's weiter

Der Speed-Tross der Frauen disloziert nach Val d'Isère, wo am kommenden Wochenende eine Abfahrt (18. Dezember) und ein Super-G (19. Dezember) anstehen.

SRF zwei, sportlive, 12.12.21, 11:10 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Die Fangnetze waren aus meiner Sicht zu nahe an der Piste.
  • Kommentar von Christian Schipp  (Dakine7245)
    Wieso ist es überhaupt möglich, dass Lara Gut-Behrami über die zwei Fangnetze fliegen kann? Hätte es sie noch mehr hochkatapultiert, dann wäre sie noch weiter hinten rausgeflogen. Eigentlich darf das so nicht passieren. Wenn da was Hartes oder eine Person gestanden wäre ....
    Alles Gueti und gute Besserung!
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Prinzipiell haben Sie recht, aber ist es nicht so dass eben dort wo dahinter harte Gegenstände stehen (Masten, Felsen etc.) die Netze bewusst anders angeordnet werden, um zu verhindern dass es einen Durchbruch gibt? Aber in diesem Fall ist das Aufhalten mit dem Netz wuchtiger. Auch nicht lustig da reinzufliegen.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    So wie ich es gesehen habe hat Lara einen Fahrfehler gemacht es war kaum der Wind.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Bei der Rückkehr auf die Linie scheint der Ski auf einer Welle "gebissen" zu haben. Ob man dies als einen Fahrfehler bezeichnen will ist Ansichtssache aber ja, der Wind war es wohl nicht.