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Mikaela Shiffrin vor ihrem Comeback in Levi
Aus sportflash vom 19.11.2020.
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Comeback nach 300 Tagen Mikaela Shiffrin: Wütend, aber auch dankbar

Die Amerikanerin gibt in Levi ihr Comeback. Hinter der Ausnahmekönnerin liegen turbulente Monate.

In einem Zoom-Gespräch mit Journalisten merkte man Mikaela Shiffrin die Achterbahnfahrt der Gefühle, auf der sie sich in den letzten Monaten befand, an. Der unerwartete Tod ihres Vaters im Februar hatte die Amerikanerin aus der Bahn geworfen, die Corona-Pandemie war bei der Verarbeitung dieses Schicksalsschlags nicht förderlich.

Comeback nach langer Wettkampfpause

«Die Zeit seit meinem letzten Rennen war die stressigste in meinem Leben», sagt Shiffrin denn auch. «Ich bin emotional müde und immer noch wütend. Wütend, weil mein Vater gestorben ist. Wütend, weil ich mich an den meisten Tagen allein fühle», gibt Shiffrin Einblick in ihre Gefühlswelt. Ihre Mutter und ihr Bruder hätten ihr in der schwierigen Zeit aber grossen Halt gegeben.

Ein Rennen zu fahren fühlt sich momentan an, als ob ich in den Urlaub fahren würde.
Autor: Mikaela Shiffrin

Die 25-Jährige befindet sich seit einigen Tagen in Levi, wo sie am Samstag beim ersten von zwei Slaloms ihr Comeback nach über 300 Tagen Wettkampfpause geben wird. Wut und Trauer sind zwar weiter da, Vorfreude auf die Skisaison aber auch.

Sendehinweis

Die beiden Frauen-Slaloms in Levi können Sie am Samstag und Sonntag live auf SRF zwei und in der SRF Sport App mitverfolgen. Start zum 1. Lauf ist jeweils um 10 Uhr.

In Levi im «Urlaub»

«Ein Rennen zu fahren, ist für mich eine Art Pause. Es fühlt sich an, als ob ich in den Urlaub fahren würde», erklärt Shiffrin. Mit einem solchen Gefühl sei sie noch nie in ein Rennen gegangen, die Perspektive habe sich in den letzten Monaten verändert.

Was ihre Form angeht, gibt sich die 66-fache Weltcup-Siegerin zurückhaltend. «Ich versuche, die Erwartungen tief zu halten», so Shiffrin. Sie habe im Training aber gesehen, dass sie schnelle Schwünge fahren kann.

SRF zwei, sportflash, 19.11.20, 20:50 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herr Gebauer, Mikaela Shiffrin ist hat sicher im Sport eine mentale Stärke und einen eisernen Willen!
    Aber sie ist auch eine sehr sensible Frau und wenn mit dem Vater ein geliebter Mensch plötzlich stirbt und nichtmehr da ist, kann das schon extrem schwierig werden das seelische Gkeichgewicht nicht zu verlieren, schliesslich war er ihre Bezugsperson und auch Mentor gewesen!
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Dass der Tod ihres Vaters sie so aus der Bahn wirft, wundert mich. Man müsste eigentlich davon ausgehen, dass eine solch herausragende Sportlerin die mentale Stärke besitzt, um ein solches Ereignis einigermassen zu verarbeiten. Offenbar ist diese extreme Fokussierung auf sportlichen Erfolg der Persönlichkeitsentwicklung abträglich. Ich wünsche ihr, dass sie daran wachsen kann und wieder Freude am Leben findet, denn beides ist wichtiger als Medaillen.
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    1. Antwort von Michael Barmettler  (Michael Barmettler)
      Naja, das familiäre ist dann halt schon nochmal etwas Anderes, gerade bei der introvertierten Shiffrin, zumal es ja nicht absehbar war. Inwiefern sich die Fokussierung auf den Sport negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken soll resp. positiv auf die Trauerbewältigung (wenn ich Sie richtig verstehe) ist mir schleierhaft, das hat nichts mit der im Sport notwendigen mentalen Stärke zu tun. Ich halte es im Gegenteil für viel unmenschlicher, wenn einen so etwas einfach kalt lässt.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Der Mensch ist keine Maschine! Auch eine Profirennfahrerin nicht. Jeder Profi hat auch ein Privat. Ist das private Schicksal in einer Krise spielt das auch in den Beruf.
    Und Schicksale verarbeiten alle individuell. Es sind absolut nachvollziehbare Aussagen von Shiffrin und sie muss ja auch nicht jedermanns Freundin sein hier im Forum, sie ist erfolgreiche Skirennfahrerin und traut sich nun wieder ins Rampenlicht. Viel Erfolg!
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