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Weltcup Frauen Dominique Gisins Rücktritt zeichnet sich ab

Abfahrts-Olympiasiegerin Dominique Gisin lädt am kommenden Donnerstag zu einer Medienkonferenz. Dort wird sie höchstwahrscheinlich ihren Rücktritt bekannt geben. Die Rennen am Weltcup-Final in Méribel werden wohl die letzten der 29-jährigen Engelbergerin sein.

Legende: Video Gibt Gisin am Donnerstag ihren Rücktritt bekannt? abspielen. Laufzeit 2:19 Minuten.
Aus sportpanorama vom 15.03.2015.

Gemäss dem SonntagsBlick beendet Dominique Gisin nach dieser Saison ihre Karriere. Die 29-jährige Engelbergerin soll letzte Woche ihre Trainer und Teamkolleginnen in ihren Rücktrittsplan eingeweiht haben.

Ein schöner Rahmen am Donnerstag

Von Seiten Dominique Gisins und Swiss Ski gibt es aber weder eine offzielle Bestätigung, noch ein Dementi. Fakt ist: In Méribel wird sich die Abfahrts-Olympiasiegerin am kommenden Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz zu ihrer Zukunft äussern – alles andere als die Bekanntgabe ihres Rücktrittes vom Profi-Rennsport wäre eine Überraschung.

In einem Statement gegenüber SRF vertröstete Gisin auf den Termin und sagte nur: «Es wäre mir wichtig, dass ich nach meinen Vorstellungen kommunizieren kann. Der Donnerstag wird ein schöner Rahmen dafür bieten.» Zudem liege der Fokus momentan noch voll auf den Rennen. «Alles andere muss bis danach Zeit haben», betont sie.

Weltcup-Debüt vor 10 Jahren

Vor fast zehn Jahren, im November 2005, tritt Gisin erstmals im Weltcup auf. In Lake Louise fährt sie im Training Bestzeit, im Rennen stürzt sie – und muss mit einem Innenbandriss nach Hause geflogen werden. Zahlreiche Verletzungen und Operationen sollten die Karriere der im Engadin aufgewachsenen Gisin prägen.

Höhepunkt in Sotschi

2014 wird Gisin für ihre Leiden belohnt: An den Olympischen Spielen in Sotschi feiert sie mit dem Sieg in der Abfahrt den grössten Erfolg ihrer Karriere. Im Weltcup gewinnt sie drei Rennen (Altenmarkt-Zauchensee 2009, Cortina d’Ampezzo 2009 und Crans-Montana 2010).

Diese Saison ist für die Engelbergerin bisher jedoch nicht nach Wunsch verlaufen. Als Bestresultat steht der 5. Rang aus der Abfahrt in Val d'Isère zu Buche. Auf einen Weltcup-Podestplatz wartet die Physik-Studentin bereits seit mehr als drei Jahren.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.3.2015, 15:55 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Merki, 8592 Uttwil
    Liebe Kritiker, warum so viel Zynismus ? Immer nur das Negative hervorheben bringt doch nichts. Was Dominique Gisin betrifft, schliesslich war sie in Sotschi immerhin Olympiasiegerin und hat auch sonst in ihrer Karriere einiges erreicht dank ihrem immer wieder unermüdlichen Willen nach den schweren Knieverletzungen. Sicher muss man bei Swiss-Ski über die Bücher und dann die nötigen Schritte unternehmen und das wird auch bestimmt geschehen. Alles Gute den aktiven Athletinnen!!
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    1. Antwort von W. E, Kt. Zürich
      @B. Merki: Vermutlich ist dieser Zynismus bei immer denselben eher Neid auf Menschen, welche schon in jungen Jahren schafften, was sie nicht & vermutlich in ihrem Leben auch nie werden. Wenn man an die vielen Verletzungen der D. Gisin denkt & sie schlussendlich geschafft hat gilt für sie einfach: Chapeau! Alles Gute für die Zukunft.
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  • Kommentar von Maxi602, Basel
    Eigentlich spielt das nicht so eine Rolle, wer da zurücktritt. Keine der Damen hat was spezielles geleistet, ein paar Siege da, ein paar gute Rangierungen da. Gisin wurde Olympiasiegerin, weil eben alles gepasst hat (Wetter und Wind), aber nicht wirklich, weil sie es verdient hatte. Nachwuchs gibt es leider nicht viele, aber die wenigen muss man nun im Verband wirklich fördern. Blumenstrauss für die Damen, welche zurücktreten. Förderung für die Talente. Gisin, Suter etc sind 2016 vergessen
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    1. Antwort von Thomas Wanner, Aarau
      Nein, Ms. Gisin wird nicht vergessen; sie ist die schönste von allen und klug, clever, intelligent und gebildet ist sie auch.
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    2. Antwort von erika berger, bern
      @Wanner. Was Sie vergessen haben: Sie ist ein Sonnenschein.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Höchste Zeit, dass sie zurücktritt, die Schweizerin des Jahres. Wir kennen auch andere Sportgrössen, welche diesen Titel erhielten, dann ihre Leistungen plötzlich zu wünschen übrig liessen.
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