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Zusammenfassung Abfahrt St. Anton
Aus Sport-Clip vom 09.01.2021.
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Juliana Suter riss Kreuzband Goggia gewinnt mit Traumlauf – Schweizerinnen geschlagen

Bei der 3. Abfahrt der Saison überragt Sofia Goggia die Konkurrenz. Corinne Suter wird als beste Schweizerin Sechste.

Das Podest

  • 1. Sofia Goggia (ITA) 1:24,06 Minuten
  • 2. Tamara Tippler (AUT) +0,96 Sekunden
  • 3. Breezy Johnson (USA) +1,04

«Von oben bis unten Vollgas, als gäbe es kein Morgen.» Dieses Motto hatte Sofia Goggia für die Abfahrt in St. Anton vorgegeben. Sie liess ihren Worten Taten folgen. In einem Wahnsinns-Tempo und ohne Rücksicht auf Verluste raste die Italienerin den Hang hinunter. Sie pulverisierte damit die zwischenzeitliche Bestzeit von Lara Gut-Behrami um 1,34 Sekunden.

Von einem solchen Fabellauf konnten alle anderen Athletinnen nur träumen. Am nächsten kamen ihr Tamara Tippler und Breezy Johnson, die nach den zwei Abfahrten von Val d'Isère nun also auch in St. Anton den 3. Platz für sich in Anspruch nahm. Für Sofia Goggia ist es der 6. Abfahrtstriumph der Karriere. Und einer, der einer Machtdemonstration gleichkommt: Der Abstand, den Goggia auf Tippler herausfuhr, war gleich gross wie jener zwischen den Positionen 2 und 22.

Die Schweizerinnen in den Punkten

  • 6. Corinne Suter +1,16
  • 8. Lara Gut-Behrami 1,34
  • 14. Jasmine Flury +1,74
  • 20. Michelle Gisin +1,86
  • 20. Joana Hählen +1,86
  • 24. Priska Nufer +2,17
  • 28. Jasmina Suter +2,57
  • 29. Rahel Kopp +2,68

Ohne grossen Exploit blieben die Schweizerinnen. Corinne Suter verfehlte im Mittel- und Schlussabschnitt ein paar Mal die Ideallinie und kam mit einem Rückstand von 1,16 Sekunden und Zwischenrang 2 ins Ziel, am Ende schaute Platz 6 heraus. Damit verpasste Suter erstmals in dieser Saison in einer Abfahrt die Top 3. Gut-Behrami konnte an ihre Spitzenleistung vom 1. Training (Bestzeit) nicht anknüpfen, durfte sich aber über einen Platz in den Top 10 freuen.

Bitter endete der Tag für Juliana Suter. Die 22-Jährige stürzte beim letzten Tor schwer und verdrehte sich dabei das Knie. Sie überquerte zwar noch die Ziellinie und war schneller als Wendy Holdener, doch Suter musste sich anschliessend versorgen lassen.

Schwere Knieverletzung bei Juliana Suter

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Am Samstagabend hat Swiss-Ski mitgeteilt, dass sich Suter beim Sturz einen Kreuzbandriss sowie eine Zerrung des Innenbands zugezogen hat. Die Schwyzerin wird am Sonntag in der Uniklinik Balgrist operiert und kann in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten.

So geht’s weiter

Am Sonntag sind in St. Anton die Super-G-Fahrerinnen im Einsatz. SRF zwei überträgt das Rennen ab 11:30 Uhr live. Am 22. und 23. Januar finden in Crans-Montana die nächsten zwei Abfahrten statt.

SRF zwei, sportlive, 9.1.2021, 11:40 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Wenn man so am Limmit fährt, wird sie eines Tages schwer stürzen das ist nur eine Frage der Zeit.
    1. Antwort von Dieter Hansen  (Dieter H.)
      @Stadler: ein wahrhaft intelligenter Kommentar...
      Das man auch ohne ans Lim(m)it zu fahren schwer stürzen kann, hat übrigens heute Juliana Suter eindrücklich bewiesen.
  • Kommentar von Marlisa Schmid  (Marlisa)
    Wenn ich Goggia fahren sehe, läuft es mir jeweils kalt den Rücken hinunter. Sie fährt am äussersten Limit, und manchmal sogar etwas darüber. Mit dieser Fahrweise, einem Ritt auf der Rasierklinge, ist man jeweils froh, wenn sie heil unten am Ziel angekommen ist. Bleibt zu hoffen, dass sie die Saison gesund übersteht, was ich natürlich auch allen unseren Fahrerinnen wünsche. Ebenso bleibt zu hoffen, dass Juliana Suter bei ihrem schlimmen Sturz glimpflich davonkommt.
  • Kommentar von Fäbsi Amon  (F.Am2003)
    Alle mit immer mit dieser blöden Nationenwertung wenn juckts wer mehr fahrer zwischen 15 und 30 hat. Die beste Nation wird an der WM im Medallienspiegel erkoren