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Weltcup Frauen Löseth macht es besser als Chable und Gisin

Nina Löseth hat beim Slalom von Santa Caterina ihren 1. Weltcup-Sieg gefeiert. Für die Schweizerinnen endete das Rennen trotz ausgezeichneter Ausgangslage einigermassen ernüchternd.

Legende: Video Löseth siegt – Chable und Gisin im Pech abspielen. Laufzeit 4:07 Minuten.
Vom 05.01.2016.

Das Podest

  • Nina Löseth (No)
  • Sarka Strachova +1,12
  • Veronika Velez Zuzulova +1,37

Nach mehr als einem Dutzend Top-10-Platzierungen und zwei dritten Plätzen hat es für Löseth endlich geklappt: Die 26-jährige Norwegerin, die schon bei Rennhälfte in Führung gelegen hatte, behielt auch in der Entscheidung einen kühlen Kopf und liess ihren Konkurrentinnen mit der erneuten Laufbestzeit nicht den Hauch einer Chance. Damit ist Löseth die erste Norwegerin seit 2002 (Andrine Flemmen), die bei einem Weltcup-Rennen ganz zuoberst steht.

Eindrücklich ist auch der dritte Platz von Velez Zuzulova. Die Slowakin belegte bei Halbzeit lediglich Zwischenrang 13. Im 2. Lauf drehte sie nach der 1. Zwischenzeit mächtig auf und katapultierte sich so aufs Podest.

Die Schweizerinnen

  • 6. Wendy Holdener +2.16
  • 20. Chiara Gmür +3,66
  • 25. Denise Feierabend +5,76
  • 27. Charlotte Chable +8.88
  • OUT Michelle Gisin
Legende: Video Chable vergibt Podestplatz abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Vom 05.01.2016.

Der Slalom im Gaviatal hätte aus Schweizer Sicht deutlich erfolgreicher ausfallen können. Sowohl Chable als auch Gisin hielten dem Druck nicht stand und konnten ihre ausgezeichnete Ausgangslage aus dem 1. Lauf (2. und 4.) nicht nutzen. Chable, die auf Podestkurs liegend kurz vor dem Ziel zu Fall kam, reihte sich am Ende ganz zuhinterst im Klassement ein. Gisin bekundete bereits bei der Einfahrt in den Steilhang Mühe, ehe sie weiter unten nach einem Einfädler ausschied.

So war es einmal mehr Holdener, welche die Kohlen für das Schweizer Team aus dem Feuer holte. Auch für die Schwyzerin wäre am WM-Ort von 2005 deutlich mehr dringelegen. Holdener fand ihren Rhythmus nach grossen Problemen erst spät, verbesserte sich aber dennoch um 6 Plätze.

Hoch einzuordnen ist insbesondere der Auftritt von Gmür, die es bei ihrem 4. Weltcup-Rennen mit Startnummer 43 erstmals überhaupt in einen Entscheidungsdurchgang geschafft hatte und sich dort dank einer angriffigen Fahrt noch um drei Ränge verbessern konnte.

Die Stimmen

  • Chable: «Die Enttäuschung ist gross. Es lief gut bis kurz vor Schluss. Ich weiss nicht, was passiert ist.»
  • Gisin: «Nach dem Fehler oben musste ich alles riskieren. Dass ich dann ausscheide, ist natürlich schade.»
  • Holdener: «Ich bin froh, dass ich mich im 2. Lauf steigern konnte. Aber es wäre mehr drin gelegen.»
  • Gmür: «Ich fühle mich echt super und bin froh, dass ich es ins Ziel bringen konnte.»

Das weitere Programm

Für die Technikerinnen geht es in einer Woche mit dem Nachtslalom in Flachau (Ö) weiter. Bereits am Wochenende stehen in Altenmarkt eine Sprint-Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm. Die beiden Rennen waren wegen Schneemangels von St. Anton ins Salzburgerland verlegt worden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.01.2016, 12:50 Uhr.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Jasmina, Luzern
    Das ist wirklich Pech. Kopf hoch Charlotte Chable und Michelle Gisin ihr schafft es auf das Podest. Ich glaube an euch. Einfach da weiter machen was ihr im ersten Lauf gezeigt habt dann kommt es gut. Es ist ganz wichtig daraus die richtige Schlüsse zu ziehen um wieder anzugreifen.
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  • Kommentar von Nimsay Job, ZH
    warum ein so negativ wirkender Bericht? Kar ist nach den 1. Läufen die Enttäuschung da, aber gerade Chable ist noch jung und der erste Lauf hoch erfreulich und zeigt, wie viel Potential vorhanden ist... Chable ist noch nie so weit oben kassiert gewesen nach dem ersten, eine neue Situation, an die man sich erst noch gewöhnen muss...
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Finde den Bericht auch sehr zynisch abgefasst & es ärgert! Es aufs Podest zu schaffen ist immer auch noch eine Nervensache & die beiden Mädels sind noch so jung. Ihre Zeit kommt bestimmt.
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  • Kommentar von Nico Roth, Kriens
    Unglaublich bitter :/ Egal... Abhaken und Weiterschauen :-) Lieber riskieren und Fehler machen als sicher runterzufahren... Holdener, Chable, Gisin und auch Gmür haben das getan, leider gebüsst jedoch super Abschnittszeiten erzielt! Feierabend war schlicht ungenügend!!!
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