Stuhec wandelt auf Mazes Spuren

Ilka Stuhec ist die Speed-Frau der Stunde. Nach 109 Weltcup-Rennen ohne Podestplatz veränderte die Slowenin im Sommer zwei grundlegende Dinge. Nun reiht sie Sieg an Sieg.

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Stuhec: «Man arbeitet für sowas von Kindesbeinen an»

1:15 min, vom 17.12.2016

Am 17. März 2007 tauchte Ilka Stuhecs Name das erste Mal im Weltcup auf – den Slalom beim Weltcup-Finale in Lenzerheide beendete die Slowenin aber nicht. 9 Jahre und 109 Rennen musste sich die Juniorenweltmeisterin (Slalom 2007, Abfahrt 2008) gedulden, ehe sie auch im Weltcup zuoberst auf das Treppchen steigen konnte.

Ilka Stuhec nach ihrem 3. Abfahrtssieg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kann ihr Glück kaum fassen Ilka Stuhec nach ihrem 3. Abfahrtssieg. EQ Images

Ihre Premiere feierte die mittlerweile 26-Jährige am 2. Dezember 2016 bei der Abfahrt in Lake Louise. Doch bei dem einen Sieg blieb es nicht. In Abwesenheit von Speed-Dominatorin Lindsey Vonn avancierte Stuhec zur Speed-Queen der bisherigen Saison.

24 Stunden nach ihrem Siegdebüt doppelte sie in Lake Louise nach. Am Freitag bewies die Slowenin mit ihrem Sieg in der Super-Kombi von Val d'Isère ihre Vielseitigkeit, ehe sie tags darauf in der 3. Abfahrt des Winters den 3. Sieg holte.

Gleiche Skimarke wie Maze

Für Stuhec ist es nach schwierigen Jahren mit fünf Knieoperationen die Erlösung. Nachdem sie Jahre im Schatten von Überfliegerin Tina Maze gefahren war, tritt sie nun in deren Fussstapfen. Das freut ihre prominente Landsfrau. Auf Twitter schrieb Maze, die nach einem Abschiedsrennen in Maribor ihre Karriere beenden wird, schlicht und einfach: «Spitzenmässig!».

Und es gibt Parallelen: Seit diesem Frühling fährt Stuhec, die seit einem Jahr wie Maze früher mit einem Privatteam unterwegs ist, dieselbe Schweizer Skimarke. «Ich hatte gleich ein super Gefühl», sagt Stuhec zum Wechsel.

Einen weiteren Grund für ihren phänomenalen Saisonstart sieht Stuhec in der Vorbereitung. Als Geheimnis bezeichnet sie ihr sehr gutes Sommertraining, das sie mit Sloweniens Männerteam absolvierte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.12.16, 10:30 Uhr