Vonn bleibt die Königin von Lake Louise

Lindsey Vonn hat zum 10. Mal die Abfahrt in Lake Louise gewinnen können. Die Amerikanerin siegte hochüberlegen vor Landsfrau Stacey Cook. Mit Nadja Kamer und Dominique Gisin konnten sich 2 Schweizerinnen in den Top 10 klassieren.

10 Siege, dazu dreimal auf Platz 2 - keine andere Fahrerin konnte mehr Abfahrtserfolge in Lake Louise feiern als Lindsey Vonn. Auch bei der Ausgabe 2012 war die 28-Jährige eine Klasse für sich. 1,73 Sekunden Vorsprung wies sie schliesslich auf Platz 2 auf.

Die Amerikanerin liess sich auch von den nicht ganz einfachen Verhältnissen aus der Ruhe bringen. Nebel und leichter Schneefall sorgten dafür, dass das Rennen mehrfach unterbrochen werden musste. Den 2. Platz sicherte sich Stacey Cook, welche sich ihren 1. Podestplatz sichern und für einen amerikanischen Doppelsieg sorgen konnte. Eine Hundertstelsekunde dahinter klassierten sich Tina Weirather und Maria Höfl-Riesch zeitgleich auf Platz 3.

Kamer verpasst Podest nur knapp

Von den Schweizerinnen überzeugten Nadja Kamer und Dominique Gisin mit den Plätzen 6 und 9. Kamer verpasste das Podest gar nur um 14 Hundertstel. «Ich bin selber überrascht», so die 26-Jährige, «ich weiss zwar schon, dass ich nach eher schwachem Training in den Rennen aufdrehen kann. Aber man muss es dann auch immer zuerst umsetzen.»

Video «Interview mit Nadja Kamer» abspielen

Interview mit Nadja Kamer

1:12 min, vom 30.11.2012

Gisin war mit der Klassierung, nicht aber mit der Leistung zufrieden. «Zwei Sekunden dürfte ich eigentlich auf die Bestzeit nicht verlieren. Ich bin mit zu wenig Überzeugung gefahren und hatte zuviele Unsicherheiten in meiner Fahrt», so Gisins Fazit.

Gut chancenlos auf Spitzenklassierung

Marianne Kaufmann-Abderhalden (17.) und Fabienne Suter (18.), die ihr 1. Rennen nach dem Kreuzbandriss Ende Januar in St. Moritz bestritt, verloren zwar schon fast 3 Sekunden auf die Bestzeit, holten aber ebenfalls Weltcuppunkte.

Die restlichen Schweizerinnen und allen voran Lara Gut (22.) wurden Opfer der Wetterkapriolen. Die Tessinerin wurde bei ihrer 1. Fahrt abgewunken und musste ein 2. Mal an den Start. Infolge der schlechten Sicht- und Pistenverhältnissen war eine Spitzenzeit nicht mehr möglich. Dasselbe galt für alle Fahrerinnen ab Startnummer 26.