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3. Sieg nach 2012 und 2018 Feuz ist zurück auf dem Lauberhorn-Thron

Der Emmentaler weist Dominik Paris in die Schranken und gewinnt zum dritten Mal in seiner Karriere die Abfahrt in Wengen.

Das Podest

  • 1. Beat Feuz (SUI) 1:42,53 Minuten
  • 2. Dominik Paris (ITA) +0,29
  • 3. Thomas Dressen (GER) +0,31

Zum dritten Mal nach 2012 und 2018 heisst der Sieger am Lauberhorn Beat Feuz. Der Emmentaler legte auf der verkürzten Strecke mit Start gleich oberhalb des Hundschopfs eine annähernd perfekte Fahrt in den Schnee. Er ist nach Franz Klammer erst der zweite Fahrer, der die Lauberhorn-Abfahrt seit der Gründung des Weltcups dreimal gewinnen konnte.

Der flachere Beginn des Rennens kam Feuz aufgrund seiner im Dezember erlittenen Handverletzung zwar nicht entgegen. Den kleinen Rückstand auf Dominik Paris im oberen Streckenteil machte der 32-Jährige aber rasch wett. Im Alpweg war seine Geschwindigkeit hoch, das Kernen-S erwischte er optimal. Im Ziel betrug Feuz’ Vorsprung auf Paris 0,29 Sekunden.

An die Bestzeit des Schweizers kam in der Folge kein anderer Fahrer mehr heran; Matthias Mayer nicht, der Kombi-Sieger vom Freitag, Vincent Kriechmayr nicht, der Sieger aus dem Vorjahr und auch Aleksander Kilde nicht. Der Norweger wies im oberen Streckenteil 4 Zehntel Vorsprung auf Feuz auf, vergab mit einem Fehler im Ziel-S aber die Chance auf eine Topplatzierung.

Die weiteren Schweizer

  • 5. Mauro Caviezel +0,42
  • 8. Niels Hintermann +0,93
  • 10. Ralph Weber +1,00
  • 15. Carlo Janka +1,54
  • 26. Lars Rösti +1,84
  • 28. Gilles Roulin +2,03
  • 35. Stefan Rogentin +2,17

Neben Feuz wussten hoch über dem Lauterbrunnental auch die anderen Schweizer zu überzeugen. Mauro Caviezel vergab durch einen Fehler im Kernen-S eine noch bessere Platzierung. Nichtsdestotrotz ist der 5. Platz Caviezels bisheriges Bestresultat am Lauberhorn.

Niels Hintermann realisierte mit Platz 8 sein zweitbestes Ergebnis überhaupt in einer Weltcup-Abfahrt. Und Ralph Weber egalisierte mit Startnummer 34 als Zehnter sein bestes Weltcup-Resultat.

Carlo Janka unterlief im Canadian Corner hingegen ein zeitraubender Fehler, so dass die Spitzenplätze für ihn früh ausser Reichweite lagen. Dass er trotz diesem Schnitzer eine Top-15-Platzierung herausfuhr, zeigt, wie sehr dem Obersaxer die Strecke im Berner Oberland behagt.

Abfahrt rund 50 Sekunden kürzer

Bereits am Morgen hatte man in Wengen entschieden, dass die Lauberhorn-Abfahrt nicht vom Originalstart aus durchgeführt werden kann. In der Nacht waren im oberen Streckenteil rund 30 cm Neuschnee gefallen. Bei Arbeiten an der Strecke ist die Piste dann an gewissen Stellen gebrochen. Die ursprüngliche Fahrzeit von knapp zweieinhalb Minuten verringerte sich durch die Versetzung des Starthauses hinab zum Kombi-Start um rund 50 Sekunden.

Video
Waldner: «Die harte Schicht ist oben teilweise gebrochen»
Aus Sport-Clip vom 18.01.2020.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 54 Sekunden.

So geht es weiter

Am Sonntag werden die 90. Lauberhorn-Rennen mit dem Slalom beschlossen. Danach verschiebt sich der Ski-Tross ins österreichische Kitzbühel. Am Freitag werden die Hahnenkammrennen mit einem Super-G lanciert, ehe am Samstag das Abfahrts-Spektakel auf der Streif ansteht. Zum Abschluss findet am Sonntag wie in Wengen ein Slalom statt.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.01.2020, 12:00 Uhr

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