Beat Feuz: «Ich komme mir vor wie im Juli»

Während die Konkurrenz längst im Rennmodus ist, tastet sich Beat Feuz nach über dreimonatiger Verletzungspause behutsam ans Schneetraining heran. Trotz dieses verschobenen Zeitplans sagt der Emmentaler: «Ich bin auf Kurs.»

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Feuz auf seinem langen Weg zurück

12 min, aus sportlounge vom 21.12.2015

Kurz vor dem Jahreswechsel fehlt der Schnee nach wie vor grossflächig. Doch «grüne Weihnachten» sind nicht der Grund für Beat Feuz' folgende Wahrnehmung: «Ich komme mir mitten im Dezember vor wie im Juli.»

«  Aber natürlich ist das Weltcup-Niveau noch weit weg. »

Beat Feuz

Vielmehr zielt seine persönliche Empfindung darauf ab, dass er erst jetzt erste Skiversuche auf dem Gletscher machen kann. Denn seit Ende August musste der 28-Jährige einmal mehr eine Verletzung auskurieren. Er hatte sich im Trainingslager in Chile eine Achillessehne angerissen.

Beat Feuz posiert mit seiner Bronzemedaille, dazu streckt er seinen linken Daumen nach oben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dafür lohnt sich der Aufwand Feuz eroberte im Februar in Vail WM-Bronze in der Abfahrt. Keystone

Beim Besuch der «sportlounge» in Sölden erklärt der Emmentaler, dass es zunächst wieder um das Einmaleins des Skifahrens gehe. «Es läuft soweit ganz gut. Aber natürlich ist das Weltcup-Niveau noch weit weg.» Denn während seine Gegner längst wieder intensiv Rennen bestreiten und dort um Hundertstelsekunden fighten, mache er simple Übungen und Tortraining. Trotzdem: Die letzten Tage auf Schnee verliehen Feuz Auftrieb.

Im Video erfahren Sie zudem, ...

  • ... dass seine jüngste Verletzung «eigentlich noch ganz angenehm» war. Auf alle Fälle wenn Feuz die Umstände und Schmerzen mit dem Knie vergleicht, das er schon mehrfach behandeln lassen musste. «Aber es nervt trotzdem.»
  • ... dass seine Freundin Katrin Triendl während Zwangspausen oft die Leidtragende ist. Denn sie muss seine schlechten Launen ertragen. Aber als Physiotherapeutin bringt sie grosses Verständnis auf.
  • ... dass er auf ein Comeback bei den Lauberhorn-Rennen von Mitte Januar hinarbeitet. «Leider kann ich dies noch nicht unterschreiben.» Sein Fernziel gilt der Heim-WM 2017 in St. Moritz.

Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 21.12.2015 22:25 Uhr

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WM-Abfahrt 2015: Küng wird Weltmeister, Feuz Dritter

2:19 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 7.2.2015