Am Weltcup-Finale im norwegischen Lillehammer steht für die Athletinnen und Athleten viel auf dem Spiel. Es geht nicht nur um die letzten Kugelentscheidungen und prestigeträchtige Erfolge, sondern auch um Geld. Der Fixlohn, den die Cracks durch ihre Verträge mit Skifirmen und Sponsoren haben, hängt unter anderem nämlich von der Disziplinen-Schlussrangierung in der Vorsaison ab.
Dies bestätigte Loïc Meillards Manager Ralph Krieger gegenüber SRF: «Es kann sein, dass man als 16. kein Fixum erhält und als 15. schon.» Die «magische Grenze» für ein solches Fixum liegt nicht immer beim 15. Rang, bei Verträgen mit Skimarken vielfach aber schon. Als 15. in einer Disziplin bekommen Athleten laut SRF-Reporterin Danja Spichtig grob geschätzt einen fixen Jahreslohn zwischen 20'000 und 60'000 Franken.
Grosse Unterschiede innerhalb der Top 10
Oft gibt es innerhalb der besten 15 verschiedene Stufen: Top 3, Top 7, Top 10 und Top 15, wie Krieger erklärt. Die Rangierung ist für den Lohn in der Folgesaison deshalb sehr relevant. So kann der finanzielle Unterschied zwischen einem 7. und 8. Platz gut und gerne mehrere 10'000 Franken betragen.
Die festgelegte Entlöhnung variiert aber von Vertrag zu Vertrag. Einige Profis haben ein tieferes Fixum, dafür höhere Prämien für Podestplätze, bei anderen ist es genau umgekehrt.
Auch die Kaderplätze hängen davon ab
Dass es sich lohnt, auch am Weltcup-Finale noch einmal alles für einen guten Schlussrang in der Disziplinenwertung zu geben, wissen die Athletinnen und Athleten. Vertragsdetails kennen sie aber oft nicht, überhaupt sei das Finanzielle üblicherweise jeweils erst im Nachhinein Thema.
Vielmehr grübeln die Cracks über ihren Platz im Verbandskader nach, von dem etwa Trainingsmöglichkeiten oder die Organisation von Reisen abhängen. Die Schlussklassierung hat nämlich auch einen Einfluss, in welches Kader man in der nächsten Saison kommt.