Zum Inhalt springen

Header

Video
Wo sind die Nachfolger von Marcel Hirscher?
Aus Sport-Clip vom 07.01.2020.
abspielen
Inhalt

Enge Sache im Slalom Will denn niemand in Hirschers Slalom-Fussstapfen treten?

Nach dem Rücktritt von Dominator Marcel Hirscher kristallisiert sich nach den ersten Rennen noch kein Nachfolger heraus.

Eines war schon nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher klar: Die Lücke, die der österreichische Ausnahmekönner hinterlassen würde, ist riesig. Die Slalom-Wertung hat er von 2013 bis 2019 mit einer Ausnahme (2016) jedes Jahr gewonnen.

Hirschers Erben tun sich schwer

Auch in seiner letzten Saison dominierte Hirscher seine Konkurrenz nach Belieben. Im Slalom fuhr er in jedem der 10 Rennen in die Punkte, feierte 5 Siege und stand insgesamt 8 Mal auf dem Podest.

Im Jahr 1 nach seinem Rücktritt tun sich seine Nachfolger schwer, zu inkonstant zeigen sich die meistgenannten Favoriten.

  • Henrik Kristoffersen: Für den Norweger bot sich die Chance, endlich aus dem Schatten von Hirscher zu treten. Noch will es ihm aber nicht so richtig gelingen. In der Slalom-Wertung liegt er nach den Rängen 1, 4 und 19 nur auf Platz 3. Zu wenig für den ehrgeizigen 25-Jährigen, der 2016 die kleine Kristallkugel gewann.
  • Alexis Pinturault: Beim Saisonauftakt in Levi verpasste er im Slalom den 2. Lauf, danach siegte er in Val d'Isère, zuletzt setzte es in Zagreb mit Rang 9 aber wieder eine Enttäuschung ab. Pinturault muss in den nächsten Rennen wieder zulegen.
  • Clément Noël: Der 22-jährige Franzose ist der einzige Fahrer, der es in dieser Saison im Slalom zweimal auf das Podest geschafft hat. Zuletzt schnappte er in Zagreb dem Schweizer Ramon Zenhäusern den Sieg vor der Nase weg. Und trotz seines Ausfalls in Val d'Isère führt er die Disziplinen-Wertung an.
Video
Zagreb 2020: Noël schnappt Zenhäusern den Sieg weg
Aus Sport-Clip vom 05.01.2020.
abspielen

Auch aus dem erweiterten Favoritenkreis konnte bisher kein Fahrer über sich hinauswachsen.

  • André Myhrer: 3 Rennen, 3 Mal in den Top 5, Gesamtrang 2 hinter Noël – der Schwede scheint seine Konstanz wiedergefunden zu haben. Denn in der letzten Saison gab es für den 36-jährigen Routinier in 5 von 10 Rennen keine Punkte.
  • Ramon Zenhäusern: Wie eng es im Slalom zu- und hergeht, lässt sich mit den Resultaten des Wallisers aufzeigen. Einmal stand er auf dem Podest, einmal knapp daneben (Rang 4), einmal schied er aus. Trotzdem beträgt sein Rückstand im Spezialklassement auf Platz 4 liegend nur 50 Punkte auf Leader Noël.
  • Daniel Yule: Der 26-jährige Walliser machte in Levi dort weiter, wo er letzte Saison aufgehört hatte – mit Rang 3. Doch dann kam auch er ins Stocken. Zuletzt schaute in Zagreb nur der enttäuschende 27. Rang heraus. Beim nächsten Rennen könnte aber seine Stunde wieder schlagen: Im letzten Winter feierte er in Madonna di Campiglio seinen bisher einzigen Weltcupsieg.

Die Athleten haben erst einen Viertel des Slalom-Pensums hinter sich. Es bleibt also noch genügend Zeit, sich abzusetzen. Eine Tendenz wird sich wohl im Januar entwickeln. Am Mittwoch steht der Slalom in Madonna di Campiglio auf dem Programm, danach folgen die Klassiker von Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming.

Live-Hinweis

Sie können den Slalom von Madonna di Campiglio am Mittwoch live auf SRF zwei und im Stream auf www.srf.ch/sport oder in der Sport App mitverfolgen. Den 1. Lauf übertragen wir ab 17:40 Uhr, der 2. Lauf folgt ab 20:40 Uhr.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.01.2020, 17:30 Uhr

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Hirschers Erfolg begründete sich auch auf seiner Liebe zum Detail. Niemand im ganzen Skizirkus tüftelte so viel am Material und niemand konnte so akribische Rückmeldungen geben, was an Ski, Bindung, Platte, Schuh usw. geändert werden musste. Das führte sogar so weit, dass Hirscher mit Marker Bindungen fuhr und Atomic diese bittere Pille klaglos schluckte. Dass die Head-Techniker (u.a. Pinturault, Myhrer und Holdener) seit längerem Mühe mit der Abstimmung haben, ist ein offenes Geheimnis.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beat Hunziker  (Albatros)
    Braucht es auch nicht. Es war war ja nur noch die Frage wer kommt dahinter. Ist viel spannender so. Ich freue mich wieder auf richtig spannende Rennen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Susanne Fitz  (sportfanin)
    Marcel Hirscher war (und ist) einfach ein cleverer Bursche, genau zum richtigen Zeitpunkt zurückgetreten. Er wusste, dass es an der Spitze immer enger wird und es mittlerweile sehr viele gute Fahrer gibt. Es wäre auch für ihn schwierig geworden, weiterhin so dominant aufzutreten. Für uns Zuschauer ist es aber so umso interessanter.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen