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Genfer feiert Weltcup-Premiere Tanguy Nef hofft auf Coolness wie bei Bode Miller

Beim Slalom in Levi erlebt Tanguy Nef seine Feuertaufe im Weltcup. Der Genfer stellt sich im Steckbrief vor.

Tanguy Nef
Legende: Hat Grosses vor Tanguy Nef macht sich vor dem Slalom in Levi trotz Debüt im Weltcup nicht verrückt. SRF

Mein Ziel beim Premieren-Rennen für den Slalom in Levi am Sonntag:

Wenn ich im Ziel zufrieden mit meiner Leistung bin, ist die Zeit nicht so wichtig. Es zählt mein Gefühl. Ich hoffe allerdings, dass ich meine Winnermentalität, die ich mir in den USA antrainiert habe, auch in Levi aktivieren kann.

Meine Hobbies:

Neben meinem Studium bin ich auch sonst sportlich aktiv. Mit meinem Bruder gehe ich gerne surfen in Frankreich. Sonst trifft man mich beim Klettern oder auf dem Mountainbike an.

Meine Anfänge im Schnee:

Ich habe wegen meinen älteren Geschwistern begonnen, Ski zu fahren. Ich war etwa 2 Jahre alt und sah ihre schönen Skijacken. So eine wollte ich auch (lacht).

Zur Person

Der bald 22-jährige Tanguy Nef ist in Genf aufgewachsen. Die Matura absolvierte er in Brig, wo er die französische Sektion des Nationalen Leistungszentrums Schneesport besuchte. Wegen einer Schienbeinverletzung setzte Nef zunächst auf die Karte Studium. Er belegte in den USA Kurse in Informatik und Wirtschaft.

Nach Erfolgen bei den amerikanischen Nor-Am-Rennen trainierte der Westschweizer diesen Herbst mit dem B-Kader von Swiss Ski. «Ich fühle mich gut auf den Ski, bis auf eine Verletzung am Fussgelenk lief alles gut», sagt Nef zur Vorbereitung. «Ich freue mich sehr auf mein erstes Weltcuprennen.»

Meine ersten Erinnerungen an ein Rennen am TV:

Das weiss ich nicht mehr genau. Ich glaube, es war ein Slalom in Schladming. Die Atmosphäre fand ich sehr cool.

Mein Vorbild:

Bode Miller. Er ist ein riesiges Idol. Er machte die Dinge stets etwas anders als die meisten Athleten. Er konnte auch in allen Disziplinen gewinnen.

Meine Nervosität vor dem Debüt in Levi auf einer Skala 1 bis 10:

4. Ich mache mir keinen grossen Druck und bin generell nicht so nervös. Am Start wird sich das vielleicht noch ändern.

Meine Stärken:

Ich bin ein typischer Schweizer, der nicht gerne über seine Stärken spricht. Aber ich glaube, das Mentale ist sehr wichtig für mich. Das kann einen grossen Unterschied machen.

Mein Verbesserungspotenzial:

Ich könnte noch mehr aus meiner Komfortzone kommen. Auch im Training.

Meine mittelfristige Ambition als Skifahrer:

Olympia war immer ein riesiges Ziel für mich. Ich hoffe, in 4 Jahren dabei zu sein. Ansonsten will ich mich in den Top 10 der Welt etablieren, am liebsten im Slalom und im Riesenslalom.

Sende-Hinweis

Den Slalom der Männer in Levi können Sie am Sonntag ab 10:00 Uhr auf SRF zwei und in unserer Sport App mitverfolgen.

Sendebezug: Radio SRF 3, 09.11.2018, Abendbulletin