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Weltcup Männer Hirscher dank brillanter Fahrt im Zielhang

Marcel Hirscher hat wie 2012 und 2013 den Slalom von Adelboden gewonnen. Der Österreicher stiess im 2. Lauf noch vom 3. Zwischenrang an die Spitze vor. Der Schweizer Markus Vogel wurde 17.

Die Strecke liegt ihm einfach: Am Ort, an dem Marcel Hirscher die letzten beiden Jahre den Slalom und 2011 den Riesenslalom gewonnen hatte, fuhr der Österreicher seinen 4. Saisonsieg ein.

Hirscher legte die Differenz zum zweitplatzierten André Myhrer (+0,29) im Zielhang, welcher dem 24-Jährigen perfekt gelang. «Ich habe gemerkt, dass ich Gas geben musste», sagte Hirscher. Dritter wurde Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,66). Riesenslalom-Gewinner Felix Neureuther (De), der als Zweitplatzierter zum 2. Lauf gestartet war, schied aus. Der Halbzeit-Führende Mattias Hargin (Sd) fiel noch auf Rang 4 zurück.

Auf den Spuren Stenmarks

Mit insgesamt 4 Erfolgen in Adelboden nähert sich Hirscher unaufhaltsam der Bestmarke der Skilegende Ingemar Stenmark. Der Schwede hatte zwischen 1979 und 1984 fünfmal den Riesenslalom gewonnen.

Vogel: «Schoggi» statt Pralinen

Der einzige Schweizer im 2. Durchgang war Markus Vogel. Der Beckenrieder hatte am Vormittag als 16. überzeugt. Der 2. Lauf war dann aber eine leise Enttäuschung. An seinem 30. Geburtstag verlor er schon im oberen, flachen Teil stetig Zeit. Auch der schwierige Zielhang gelang nicht wunschgemäss. Am Ende resultierte für Vogel der 17. Schlussrang.

«Zwar ist es mein bestes Resultat hier in Adelboden, aber mit dem 2. Lauf kann ich nicht zufrieden sein», sagte Vogel und fügte mit Blick auf seinen Geburtstag an: «Es ist, wie wenn man sich eine Schachtel Pralinen wünscht und eine billige Tafel 'Schoggi' erhält.»

Restliche Schweizer schwach

Die restlichen Schweizer waren bereits im 1. Lauf hängen geblieben. So auch der junge Luca Aerni, der in Bormio als 10. überzeugt hatte. Er schied noch vor der Zwischenzeit aus.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Ich weiss nicht was daran Unfair sein soll? Man könnte auf den Gedanken kommen wenn man das liest, das die, die heute in den ersten 15. sind sich nie dahin arbeiten mussten. Und auch sie müssen Leistungen bringen sonst sind sie gleich weg. was wirklich Unfair ist sind die Beschränkung der Athleten pro Nation,, besonders Unfair bei WM und Olympischen Spielen. So müssen mögliche Weltmeister und Olympiasieger Zuhause bleiben nur weil sie im falschen Land geboren wurden, das ist Unfair!
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    1. Antwort von W. E, H
      Natürlich haben die ersten 15 auch ihre Leistung gebracht, aber wenn bei jedem Rennen unter allen Fahrern immer wieder neu "gewürfelt" würde, wären 1. die Rennen wieder viel spannender & 2. hätten alle Athleten dasselbe Glück, eine gute Startnummer zu ziehen. So ist es praktisch vorprogrammiert, wer eine Saison immer vorne ist. Wer nicht nur Können, sondern auch viel Glück in den ersten Rennen hatte. Gut gibt es doch ab und an noch Überraschungen!
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    2. Antwort von W. E, H
      Teil 2: Gutes Beispiel sind doch Top-Athleten, die während 1 bis 3 Saison lang in ihrer Disziplin dominieren, der Start in die neue Saison missglückt, es gibt schlechtere Startnummern & schon fahren sie dann hinterher & ein vorderster Rang will einfach nicht mehr gelingen. Also haben eben Startnummern schon auch Auswirkung auf Ergebnisse. Aber alle Athleten, die beim WC mitfahren haben schon viel geleistet & gehören zu den Besten. Deshalb finde ich es unfair.
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  • Kommentar von W. E, H
    Das System der Startnummern-Auslosung begünstigt die Besten, indem sie die besten Startnummern erhalten. Diejenigen, welche nicht davon profitieren können, müssen ein mehrfaches an Leistung bringen. Deshalb sind diese höher zu bewerten, auch wenn es nicht unter die ersten 10 reicht. C. Janka bisher bei allen Rennen Punkte geholt kann noch nicht davon profitieren, während Favoriten, scheiden sie bei Rennen aus, weiterhin profitieren dürfen. Unfair!
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  • Kommentar von jean passant, thun
    @Rene. Sei haben recht. Man könnte sich einigen durch ein Runterschrauben der Ansprüche. Von den Japanern werden auch keine WC Siege erwartet und die haben schlechter abgeschnitten als die Schweizer. Vogel hat einige Punkte geholt und ein sehr freundliches Interview gegeben. Die Schweizer Herren stören den Rennbetrieb nicht, sie können die Piste risikoarm runterkommen. Das Lauberhorn schaue ich mir nun anders an, Küng in den Top 25 und dazu noch 2-3 in den ersten 40 und das wäre etwa o.k.
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