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Super-G in Kitzbühel: Der Rennbericht
Aus Sport-Clip vom 27.01.2019.
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Hitchcock auf der Streif Ferstl schlägt den Favoriten im Super-G ein Schnippchen

Der Deutsche gewinnt einen Hundertstel-Krimi. Das Schweizer Team enttäuscht, Beat Feuz scheidet vor der Traverse aus.

Das Podest

  • 1. Josef Ferstl (De) 1:13,07
  • 2. Johan Clarey (Fr) +0,08
  • 3. Dominik Paris (It) +0,10

Als Josef Ferstl im Ziel die 1 aufleuchten sah, war dies wenig überraschend. Schliesslich hatte der Deutsche den ruppigen Super-G in Kitzbühel als erster Fahrer in Angriff genommen. Dass Ferstl auch am Ende des Tages die Nummer 1 sein würde, hätten wohl wenige gedacht.

Nach Thomas Dressen in der Abfahrt im Vorjahr feierte neuerlich ein Athlet des deutschen Teams einen Sieg auf der Streif. In einem Rennen mit extrem knappen Abständen verwies Ferstl, dem in der Leaderbox wohl das eine oder andere graue Haar wuchs, Johan Clarey (Fr) und Abfahrtssieger Dominik Paris (It) um 8 respektive 10 Hundertstel auf die Ehrenplätze.

Feuz und der Knackpunkt Traverse

Zu den Podestanwärtern gehörte auch Beat Feuz, dem im oberen Teil eine ordentliche Fahrt gelang. Dann erlitt der Schangnauer in der Einfahrt zur Traverse einen Schlag und verpasste das Tor. In der Hahnenkamm-Abfahrt 2017 hatte ebenjenes Teilstück Feuz den sicheren Sieg gekostet.

«Ich kam etwas zu gerade vom Hausberg. Dann hat es mich rausgetrieben und ich wollte es dennoch auf Zug durchziehen. Das klappte nicht», schilderte Feuz den Ausfall. Ein drohendes Déjà-vu, die Begegnung mit den Fangnetzen 2017, habe ihn jedoch nicht irritiert.

Die anderen Schweizer verpassten im Hundertstel-Krimi die Top-10 Plätze, zeigten aber eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Gerade auch Shootingstar Marco Odermatt legte bei seiner Streif-Premiere nach Rang 24 in der Abfahrt als 15. (+0,68) im Super-G eine gelungene Talentprobe ab.

Die weiteren Schweizer

  • 14. Mauro Caviezel +0,62
  • 16. Thomas Tumler +0,69
  • 26. Gino Caviezel +1,60
  • 28. Gilles Roulin +1,68
  • 32. Urs Kryenbühl +1,95
  • OUT Niels Hintermann

Nicht der erste Ferstl-Sieg

Wenngleich Josef Ferstl bereits im Dezember 2017 in Gröden einen Super-G gewinnen konnte, zählte er in Kitzbühel nicht zu den Favoriten. In dieser Saison war der Traunsteiner nie über Rang 6 hinausgekommen. Der Name Ferstl ist auf den Siegerlisten der Hahnenkamm-Rennen indes kein Novum: Josefs Vater Sepp Ferstl entschied die schwierigste Abfahrt der Welt 1978 und 1979 für sich.

Somit trägt nun bald eine weitere Gondel, die jedem Kitzbühel-Sieger gewidmet ist, die Aufschrift Ferstl. «Wehe, die nehmen nochmal dieselbe Gondel! Ich will eine eigene», witzelte der Ferstl junior im Interview.

So geht es weiter

Während die Techniker sich am Dienstagabend im Nachtslalom von Schladming messen, absolvieren die Speed-Spezialisten ihre WM-Hauptprobe am nächsten Wochenende in Garmisch-Partenkirchen. Nach der Abfahrt vom Samstag steht am Sonntag auch noch ein Riesenslalom auf dem Programm.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.01.2019, 11:20 Uhr

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Claudio Darms  (darms)
    Unglaublich, dieser Odermatt.
    Ein Cuche verlor doch bei seiner Premiere etwas um 7 Sekunden, nicht?
    Frage: worauf sollte sich Odeematt in Zukunft spezialisieren? Speed plus Riesen, Jansrud, Caviezel, etc. oder technik (Slalom, RS) plus vereinzelt Super-G wie Hirscher, Pinturault, etc?
    Alles geht wohl nicht...
  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Man könnte das WM Team auf Feuz in der Abfahrt und Holdener im Slalom reduzieren. Der Rest des Teams ist kollektiv ausser Form und da stimmt definitiv sehr viel nicht an der Saisonplanung. Aber alles kein Problem, denn die Fans wären selbst dann begeistert, wenn der beste Swiss Ski Athlet auf Rang 60 klassiert wäre. Wer nicht wirklich ehrgeizig und "vergiftet" ist bringt es eben am Schluss zu nichts, das ist genau das Problem dieser Truppe.
    1. Antwort von Erich Singer  (liliput)
      Wenn Negativ-Kommentare schreiben eine Sportart wäre hätten sie schon hunderte Medaillen gewonnen und wären schon etliche Male "Sportler des Jahres" geworden.
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      @Kohler: Ihnen fehlt es an einer vertieften Sicht in die Psyche eines/r Sportlers/in. Dass Stauffer kein grosser Kommunikator ist, wissen wir alle, wie er als Cheftrainer ist, wissen wir nicht. Vieles ist aber auch gut. Z.B. das Duo Joris/Meynet. Die haben eine grossartige Slalomtruppe aufgebaut, auch wenn zuweilen Rückschläge da sind. Oder Evers, der trotz seiner bewegten Vergangenheit ein hervorragender Trainer ist.
    3. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      Man muss auch sehen, dass der alpine Skirennsport oder Skifahren im Allgemeinen nicht mehr Nr. 1 Sport in der Schweiz ist. Das Interesse geht zurück. Viele Kinder betreiben gar keinen Skisport mehr. JungeTalente wandern in die Freeskiszene ab. Skifahren erfordert ein ungleich höheres Engagement als z.B. Fussball. Zudem haben es (angehende) Sportler/innen immer noch schwer in der Schweiz. Bei Swiss Ski fehlt es an der Breite, das hat auch mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun.
  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Kann nur sagen:qed. Swiss Ski ist eine Loser Truppe.
    1. Antwort von Nico Siegfreed  (Poitch)
      Platz 2 im Nationenklassement, Herr Kohler. Ihre Kommentare sind mitleiderregend.
    2. Antwort von Philipp Spuhler  (phsp)
      Und jetzt Herr Kohler, sie scheinen jetzt ein Problem zu haben, dass unser Skiteam nicht Erfolg an Erfolg reit?
    3. Antwort von Reto Meier  (auchwassagen)
      Dann wäre jetzt ja alles gesagt. Find ich gut.